Jörg Nowaczyk - SUS Merklinde © Volker Engel
Fußball-Kreisliga

SuS Merklinde bekommt einen Trainer mit Oberliga-Erfahrung und Fuchsweg-Vergangenheit

Der Fußball-Kreisliga-A-Ligist SuS Merklinde bekommt eine adäquate Verstärkung für den Trainerstab. Der Sportliche Leiter, Martin Broll, hat einen guten Freund mit Oberliga-Erfahrung ins Boot geholt.

Der SuS Merklinde (Kreisliga A) bekommt für den Trainerstab zur Saison 2021/22 Verstärkung. Der neue Mann ist kein Unbekannter am Fuchsweg. Er war in der Saison 2013/14 eineinhalb Jahre als Torwart, Co-Trainer und als Nachfolger von Dirk Boenig als Chefcoach in Merklinde tätig. Letztlich konnte er aber den Bezirksliga-Abstieg nicht verhindern.

In einem Team mit Dietmar Gaida beim DSC Wanne und TuS Hordel

Die Rede ist von Jörg Nowaczyk, der ein guter Freund des Sportlichen Leiters Martin Broll ist und früher als Torwart bis zur Oberliga gespielt hat. Gute Verbindungen hat der Ex-Keeper, der sich nun als Torwarttrainer einbringen wird, nicht allein durch Freund Broll. Mit Merklindes Co-Coach Dietmar Gaida hat er beim DSC Wanne und beim TuS Hordel lange gespielt.

Dazu sagte der heute 51-jährige dem Reporter dieser Redaktion: „Ich war nicht lange in Merklinde, aber ich habe mich dort sehr wohlgefühlt.“ Mit Trainer Björn Brinkmann und Dietmar „Didi“ Gaida soll er jetzt am Fuchsweg ein starkes Trainer-Trio bilden.

Jörg Nowaczyk war in der Bezirksliga-Saison 2013/14 Chef-Trainer des SuS Merklinde. © Jens Lukas © Jens Lukas

Seine ersten Fußballschritte unternahm Nowaczyk bei Gerthe 11. Dazu erzählte er: „Ich bin zwar in Herne in einem Krankenhaus geboren. Ich bin aber ein Gerther Junge.“ Und er habe auch immer Torwart gespielt. Nur halt nicht mehr in Gerthe. Es ging schon von der C-Jugend an beim TuS Harpen weiter.

Bis zur A-Jugend, folgte zum ersten Seniorenjahr der Sprung über die Stadtgrenze nach Castrop-Rauxel zur Spvg Schwerin, die damals in der Verbandsliga spielte und wegen der hohen Spielklasse auf dem Naturrasen im Stadion an der Bahnhofstraße auflaufen musste. Dort war Horst Bittger der Trainer – und seitdem wuchs die Freundschaft mit Martin Broll.

Broll wusste von einer lustigen Anekdote mit dem „strengen“ Bittger zu erzählen. Martin Broll erwähnte lachend: „Jörg saß auf der Reservebank als ihn seine damalige Freundin nicht nur dort begrüßte, sondern ihm auch noch einen Kuss gab.“ Broll sagte: „Bittger wurde fuchsteufelswild.“

Nur ein Jahr blieb der neue Torwart-Coach des SuS bei den Blau-Gelben. Er zog für ein Jahr zum VfB Börnig, damals Landesligist. Es folgten vier Jahre bei Langendreer 04 in der Verbandsliga. Dann trafen sich wieder die Wege mit Martin Broll beim VfB Waltrop. Mit den Castrop-Rauxelern Frank-Michael Isbruch, Stefan Friebel oder dem heutigen Vorsitzenden des TC GW Frohlinde, Ulrich Viefhaus, als Trainer. Es folgten vier Jahre in der Verbandsliga als Nummer Eins beim DSC Wanne.

Die Reise ging 2002 in die Oberliga zum TuS Hordel, wo es Nowaczyk auf 34 Spiele im Tor brachte. Eine schwierige Schulterverletzung ließ ein Jahr lang keine weiteren Einsätze zu. Bis zu seinem 40. Geburtstag wiederholte sich sein Engagement beim DSC Wanne und zu seinem „guten Kumpel“ Didi Gaida zurück, wo er auch als Co-Trainer agierte. Dort kam in Markus Scherff ein junger Spieler aus der Jugend dazu, der jetzt beim FC Castrop-Rauxel anheuerte und kurioserweise in Merklinde Platz und Kabine mit seinem früheren Team-Kollegen teilt.

Die erste Trainerstation folgte bei der Polizeisportvereinigung (PSV) Bochum für fünf Jahre, als er die „Polizisten“ von der Kreisliga in die Bezirksliga brachte. Der erste Ruf von Martin Broll lockte ihn dann nach Merklinde. Zur Saison 2015 kehrte er zur PSV Bochum zurück und ließ sich dazu verleiten, 2016 ein Spiel zu bestreiten. Das sollte übel enden. Jörg Nowaczyk bekam das Knie eines Gegenspielers ins Auge, erlitt dabei einen Augenhöhlen-Jochbein- und Nasenbein-Bruch.

„Ist alles gut verheilt“, erzählte nun der Neu-Merklinder, der sich auf die Aufgabe in der Europastadt richtig freut. Und er freut sich nach eigenem Bekunden auch auf das Bierchen nach Feierabend mit Freund Broll. Und darauf, dass er den beiden Torhütern, Max Möhrs und Niklas Schmitz (kam von der Spvg Horsthausen, Jugend), aus seinem langjährigen Erfahrungsschatz im Tor noch einiges mit auf den Weg geben kann.

Über den Autor
Sportredaktion Castrop-Rauxel
Geboren und wohnhaft in Castrop-Rauxel, bin ich über den Billardsport (Karambolage) als freier Mitarbeiter in der Castrop-Rauxeler Lokalredaktion angefangen. Da ich neben dem französischen Billard noch Fußball, Handball, Tischtennis und Tennis in Vereinen aktiv ausführte bot es sich förmlich an, darüber ebenfalls zu berichten.
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