Das Team des SuS Merklinde hat zur Saison einen Spieler verloren, der bereits seit Kindesbeinen beim SuS ist. © Jens Lukas
Fußball

SuS Merklinde verliert ein Eigengewächs an einen Dortmunder Klub

Die Kreisliga-A-Fußballer des SuS Merklinde haben kurzfristig einen Spieler verloren, der gefühlt eine Ewigkeit beim Ex-Bezirksligisten kickte. Einst musste er mit einem Schäferhund um die Wette laufen.

Insgesamt drei seiner Stammspieler hat der SuS Merklinde aus der Kreisliga A vor dem Start der Saison 2021/22 an einen anderen Verein verloren. Nach Mike Cittrich (zur SG Victoria/Sportfreunde) und Shawn Borys (SG Castrop) ist Yüksel Turan der Dritte im Bunde.

Yüksel Turan begann als D-Junior beim SuS Merklinde

Der 31-Jährige, der seit seiner D-Jugend-Zeit für den SuS Merklinde auflief war mit seinen Teamkameraden Ende Juni noch bei der Abschlussfahrt auf der griechischen Insel Kreta dabei. Mit Ausnahme einer einjährigen Stippvisite bei RW Bodelschwingh (Saison 2011/12) lief Yüksel Turan für die Merklinder Rot-Weißen auf – seit 2006 für die Senioren. Jetzt wechselt der scheinbar „ewige Merklinder“, der als Bezirksleiter bei einer großen Deutschen Krankenkasse bundesweit im Einsatz ist, noch einmal die Seiten.

Spielte mit Ausnahme einer Saison seit fast 20 Jahren für den SuS Merklinde: Yüksel Turan © Volker Engel © Volker Engel

Yüksel Turan geht zum A-Kreisligisten Osmanlispor Dortmund. Einem Verein, an den die Merklinder Fans aus hitzigen Duellen aus früheren Bezirksliga-Duellen – auf und neben dem Platz – keine Guten Erinnerungen haben. Doch das ist jetzt Geschichte – und Turan erzählte: „Das sind alles vernünftige Leute und ich gehe dorthin, weil dort viele Freunde aus der Schülerzeit spielen.“ Da Osmanlispor auf der Anlage des TuS Rahm beheimatet ist, wäre die Fahrt auch nicht weiter als nach Merklinde. Aber trotzdem würde ihm der Vereinstausch „nicht leichtfallen“, erzählte er weiter.

Der am 21. Februar 1990 geborene Yüksel Turan wohnt nicht nur in Dortmund-Bodelschwingh, sondern ist auch im Castrop-Rauxeler Nachbarort an der Stadtgrenze zu Schwerin aufgewachsen. Seine ersten Fußballerschritte unternahm er in seinem Wohnort Bodelschwingh. Es folgten Schülerstationen bei Germania Westerfilde, DJK Nette, ehe er bei der Spvg Schwerin landete. Dort hat er noch gute Erinnerungen an seine Trainer Jürgen Krause und Horst Aschenbrenner.

Als D-Jugend-Altjahrgang folgte der Wechsel zum SuS Merklinde, wo er schließlich heimisch werden sollte. Von damals hat er eine besondere Anekdote von seinem Trainer Jürgen Maurer und seinen ganz besonderen Fitnessübungen zu erzählen. Der Mittelfeldrenner sagte: „Ich musste zum Spaß mit Maurers Schäferhund um die Wette rennen.“ Sicherlich auch ein Grund, dass er auf dem Platz nie aufgab.

Yüksel Turan spielte für Merklinde in der Bezirksliga, hatte Trainer wie Armin Theis oder Toni Kotziampassis sowie jede Menge Freunde kennengelernt. Im Nachhinein adelte er Coach Kotziampassis: „Das war mein bester Trainer.“

Den Kontakt zu Merklinde will Turan nicht verlieren: „Denn Spieler wie Emil Durmis, Didi Gaida oder Tobias Ott, waren damals die Stars und heute meine Freunde.“ Wie auch Keeper Max Möhrs oder Torben Broll, mit denen er ständig Kontakt hält.

Die gute Stimmung war auch beim Kreta-Trip zu spüren. Schon in den Vorjahren war Yüksel auf den früheren Abschlussfahrten immer dabei. Nach Ibiza oder Gran Canaria ist er sogar oft nur für ein Wochenende nachgereist. So steht für ihn auch fest, dass er 2022 -auch als Osmanlispor-Spieler- mit Merklinde wieder nach Kreta mitreist.

Und vielleicht wird er doch wieder als Merklinder mitfahren? Denn Turan dazu: „Ausschließen will ich das nicht, aber ich will jetzt doch nochmal einen anderen Weg gehen, nachdem ich ewig beim SuS war.“ Und das Schäferhund-Training gibt es auch schon lange nicht mehr.

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Sportredaktion Castrop-Rauxel
Geboren und wohnhaft in Castrop-Rauxel, bin ich über den Billardsport (Karambolage) als freier Mitarbeiter in der Castrop-Rauxeler Lokalredaktion angefangen. Da ich neben dem französischen Billard noch Fußball, Handball, Tischtennis und Tennis in Vereinen aktiv ausführte bot es sich förmlich an, darüber ebenfalls zu berichten.
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