So schnell kann es gehen: Im ersten Testspiel des SuS Merklinde stand plötzlich der kürzlich verpflichtete Torwart-Trainer Jörg Nowachczyk in der Kiste, da beide Keeper im Urlaub sind. © Hermann Klingsieck
Fußball

SuS Merklinde vertraut den Posten zwischen den Pfosten einem 51-Jährigen an

Aller Anfang ist schwer. Nach nur drei Trainingseinheiten trifft das auf den A-Kreisligisten SuS Merklinde auf jeden Fall zu. Das erste Testspiel gegen B-Kreisligist RSV Holthausen ohne Sieg.

Björn Brinkmann, Trainer des SuS Merklinde (Kreisliga A), beklagte schon vor dem Testspiel gegen den RSV Holthausen (Kreisliga B): „Meine Torhüter sind beide im Urlaub.“ Zum Glück hatte der SuS kürzlich mit Jörg Nowaczyk einen neuen Torwarttrainer dazu bekommen.

Torwart-Trainer hütet Merklinder Gehäuse

Folglich musste der 51-Jährige in die Kiste. Wer bei der DJK TuS Hordel einst im Oberliga-Tor stand, verlernt das Halten auch mit 51 Jahren nicht. Das ist ähnlich wie mit dem Fahrrad fahren.

Obwohl Nowaczyk beim 3:3 (3:1) drei Tore kassierte, hat er doch Klasse gezeigt. Er dirigierte seine Abwehr top. An allen drei Gegentoren war er machtlos. Einmal setzte Holthausens Cedric Geduttis den Ball per Freistoß zum 1:3 (42.) in die Maschen. Und dann traf Patrick Geduttis zweimal per Foulelfmeter zum 2:3 (56.) und 3:3 (85.).

Damir war die tolle 3:0-Führung der Merklinder beim Abpfiff dahin. Bei Halbzeit war Trainer Brinkmann mit den drei Toren nicht vollends zufrieden: „Wir hätten zwei Tore mehr machen müssen.“ Wohl wahr. Mit zwei glasklaren Chancen ging die SuS-Offensive einfach zu schlampig um.

Merklindes 1:0 (14.) schoss indes ein „Phantom“. Bei fußball.de sind in der SuS-Aufstellung nur acht Spieler vermerkt, gespielt wurde aber mit elf Leuten. Den Torschützen mit der Nummer 6 gab es jedoch überhaupt nicht – nicht einmal als Ersatzmann.

In Minute 27 hatte Merklinde Glück, dass es nicht 1:1 stand: Ein Holhausener Kopfball nach einer Ecke landete unter der Torlatte. Kurz drauf traf Torben Broll zum 2:0 (28.) nach einem Ballgewinn im Mittelfeld und anschließendem Alleingang. Merklindes 3:0 (39.) resultierte aus einem Foulelfmeter: Matondo Mbunga setzte den Ball in die Maschen.

Hatte Holthausen schon in Halbzeit eins mehr Ballbesitz, wurde das in den zweiten 45 Minuten gravierend. Merklinde kam nur noch bei sporadisch bei Kontern in Strafraumnähe des B-Ligisten, der sich das 3:3 letztlich redlich verdient hat.

Das Fazit von Merklindes Trainer Brinkmann zum ersten Testspiel: „Mit der ersten Halbzeit war ich sehr zufrieden. In der zweiten Hälfte hatten wir keinen Saft mehr – sowohl körperlich als auch geistig.“

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Über 30 Jahre als Sportredakteur aktiv, bin ich nun im "Unruhestand" seit der Saison 2018/2019 als Freier Mitarbeiter für den Castroper Sport am Ball - eine neue, spannende Erfahrung. Meine journalistischen Fachgebiete sind alle Ballsportarten, die Leichtathletik und Golf. Mit den deutschen Spitzen-Fechtern war ich in den frühen 2000er-Jahren bei Welt- und Europameisterschaften in der "halben Welt" unterwegs.
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