Torsten Heermann, der Trainer des SuS Pöppinghausen, konnte Neuzugänge in seinem Verein begrüßen. Diese sind aber keine Neuen für sein Team. © Volker Engel
Fußball-Kreisliga C

SuS Pöppinghausen: Trainer bekommt keinen Zugang zu den Neuzugängen

Es gibt in Castrop-Rauxel einen Klub mit Konstanten. Der SuS Pöppinghausen spielt seit Jahren in der Kreisliga C. Vor jeder Saison ändert sich dort personell wenig. Manchmal nichts. Wie ist es jetzt?

Im Juni ist C-Ligist SuS Pöppinghausen wieder ins Training eingestiegen – im Dorf mit dem einzigen Ascheplatz in Castrop-Rauxel. Die personellen Gegebenheiten haben sich offenbar nicht verändert. „Wir haben keine neuen Spieler dazu bekommen – aber auch keine Spieler verloren“, sagt Torsten Heermann, Trainer des SuS.

Comeback-Spieler sind angekommen

Bei der eigenen zweiten Mannschaft (ebenfalls Kreisliga C) seien aber ein paar neue Fußballer beim Training gewesen, die jahrelang nicht gekickt haben, es nun aber wieder versuchen wollen, weiß Heermann. Darunter seien nicht nur frühere Pöppinghäuser, sondern auch Spieler die einst in anderen Vereinen gespielt hätten.

Was in den zurückliegenden Wochen an Training absolviert wurde, umschreibt Trainer Heermann so: „Der Spaßfaktor stand bisher im Vordergrund. Unsere Jungs sollten endlich wieder auf dem Sportplatz an den Ball kommen.“ Ernsthaft los mit der Trainings-Arbeit ging es beim SuS erst ab Anfang Juli.

Obwohl bisher nur der Spaß am Fußball wichtig war beim SuS Pöppinghausen, bestritt der C-Ligist am Sonntag (4. Juli) auf eigenem Ascheplatz das erste Testspiel gegen den RSV Holthausen II (1:1). „Unsere Spieler sollen wieder ein Gefühl dafür bekommen, wie es ist, im Pöppinghäuser Trikot zu kicken. So etwas hatten sie seit über acht Monaten nicht mehr“, sagte Heermann im Vorfeld der Partie zum sportlichen Stellenwert des ersten Testspiels.

Im Pöppinghäuser Fußball dreht sich eben ganz viel um den Faktor Spaß. Bei aller Ernsthaftigkeit wird es in der Meisterschaft ab dem 29. August nicht viel anders sein. Die sportlichen Ambitionen sind nicht vom unbedingten Aufstieg geprägt. „Nach eineinhalb Jahren Corona wollen wir nur wieder Fußball spielen und dabei unsere beste Leistung abrufen. Welcher Tabellenplatz dabei herausspringt, werden wir sehen“, so der Trainer.

In der annullierten Saison 2020/21 hatte Pöppinghausens Team eins fünfmal gespielt bis zum Corona-Lockdown. Fazit: zwei Siege, drei Niederlagen. Da es keine personellen Veränderungen gibt, der an sich etwas höhere Altersdurchschnitt der Spieler noch um ein Jahr angewachsen ist, sind in der Saison 2021/22 wohl ähnliche Ergebnisse zu erwarten.

Angedacht war beim im Jahr 1955 gegründeten SuS Pöppinghausen zum „Eintritt ins Rentenalter“ für diesen Sommer ein Familienfest. Ob das tatsächlich stattfindet, weiß Torsten Heermann nicht. „Davon habe ich noch nichts gehört. Dass ein großes Fest aufgezogen wird, ist wohl eher unwahrscheinlich – Corona ist ja nicht weg.“

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Über 30 Jahre als Sportredakteur aktiv, bin ich nun im "Unruhestand" seit der Saison 2018/2019 als Freier Mitarbeiter für den Castroper Sport am Ball - eine neue, spannende Erfahrung. Meine journalistischen Fachgebiete sind alle Ballsportarten, die Leichtathletik und Golf. Mit den deutschen Spitzen-Fechtern war ich in den frühen 2000er-Jahren bei Welt- und Europameisterschaften in der "halben Welt" unterwegs.
Zur Autorenseite
Avatar

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.