Pöppinghausen Marius Kinsler (M.) legt im Recklinghäuser Strafraum eine sehenwerte Einlage mit dem Ball hin. © Hermann Klingsieck
Fußball

SuS Pöppinghausen überzeugt in Halbzeit eins – aber was war danach los?

Bei heißer Sonne auf roter Asche Fußball zu spielen, ist nicht das reinste Vergnügen. Dafür lief der Ball beim SuS Pöppinghausen trotzdem ordentlich - jedoch nur eine Halbzeit lang.

Gastgeber SuS Pöppinghauen hatte den FC 96 Recklinghausen II im Testspiel zu Gast. Beide Mannschaften spielen in der Kreisliga C – jedoch in verschiedenen Fußball-Kreisen. Es war ein Spiel auf Augenhöhe zu erwarten. Wurde es aber nicht. Zumindest nicht in den ersten 45 Minuten. Da gab Pöppinghausen klar den Ton an und führte zur Pause mit 3:0. Nach 90 Minuten siegte der SuS mit 4:2.

Pöppinghausens Vorsitzender Thorsten Leder machte im Testspiel den Trainer, da sich Coach Thorsten Heermann mit der Familie einen Urlaub gönnt. Warum es in der zweiten Halbzeit nicht mehr so rund lief wie in den ersten 45 Minuten, dazu merkte Leder zur Pause an: „Wir wechseln nun die zweite Reihe komplett ein. Später wird je nach Bedarf weiter durchgewechselt.“

Spielerwechsel zerstören den Spielfluss

Wenn es viele Spielerwechsel gibt, gehen verständlicherweise das Verständnis untereinander und der Spielfluss verloren. Das ist auch bei der Nationalmannschaft so. Bei SuS Pöppinghausen durfte in den zweiten 45 Minuten laut Leder „jeder entspannt vor sich hinspielen“. Wichtig sei allein, dass sich keiner verletzt.

Ganz anders sah das in Halbzeit eins aus. Da dominierte der Gastgeber das Spiel. Besonders lange Bälle in die Spitze überraschten die 96er-Abwehr immer öfter. Die logische Konsequenz: Robin Kruckow traf zum 1:0 (22.).

Das 2:0 (31.) resultierte aus einem langen Abschlag. Der Ball tickte auf, Marius Kinsler stand allein vor dem Keeper und netzte ein. Für das hochverdiente Pöppinghäuser 3:0 (34.) sorgte wiederum Kruckow nach einer Kinsler-Hereingabe von der rechten Seite.

In der Halbzeitpause erfrischten sich die SuS-Spieler mit Wasser: Getrunken und über den Kopf geschüttet. Durch die erwähnte Wechsel-Geschichte kam der Gast in den zweiten 45 Minuten auf. Bei Pöppinghausen ging nach vorne nur noch etwas über Konter.

Zabels Konter führt zum 4:1

Tore fielen aber wieder drei an der Zahl. Recklinghausens Pascal Licky verkürzte auf 1:3 (63.). Norman Zabel schloss einen erfolgreichen SuS-Konter zum 4:1 (67.) ab. Und wiederum Licky erzielte das 2:4 (68.). Von der Torausbeute her bleib es dabei. Wenngleich Pöppinghausens Marius Kinsler noch zwei dicke Dinger auf dem Fuß hatte, beide Schüsse aber verzog. „Mann, Mann“, ärgerte sich der Fußballer lautstark über seine Fehlversuche.

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Freier Mitarbeiter
Über 30 Jahre als Sportredakteur aktiv, bin ich nun im "Unruhestand" seit der Saison 2018/2019 als Freier Mitarbeiter für den Castroper Sport am Ball - eine neue, spannende Erfahrung. Meine journalistischen Fachgebiete sind alle Ballsportarten, die Leichtathletik und Golf. Mit den deutschen Spitzen-Fechtern war ich in den frühen 2000er-Jahren bei Welt- und Europameisterschaften in der "halben Welt" unterwegs.
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