In den vergangenen Jahren hat ein Trend rund um die Trainerbank im Castrop-Rauxeler Fußball eingesetzt. © Jens Lukas
Meinung

Trend aus dem Profibereich hält im Castrop-Rauxeler Fußball Einzug

Die Castrop-Rauxeler Fußball-Landschaft im Jahr 2021 ist nicht vergleichbar mit jener vor 10, 20 oder gar 30 Jahren. Unser Autor hat einen Unterschied ausgemacht - und hat eine eigene Meinung dazu.

Jahre und jahrzehntelang gab es überwiegend dieses Bild auf den Castrop-Rauxeler Sportplätzen: An der Außenlinie stand der Trainer. Wenn er überhaupt einen Co-Trainer dabei hatte, war das in den meisten Fällen ein Kofferträger. Nur selten war da ein „Flüsterer“ für die Taktik nach dem Motto „Vier Augen sehen mehr als zwei“.

Mittlerweile hat sich das Bild gewandelt: Der Coach hat in einigen Klubs einen nahezu gleichberechtigten Co an seiner Seite. Bei mancher Mannschaft ist ein ganzer Trainerstab am Start – wie man es eigentlich nur aus dem Profibereich kennt. Siehe Arminia Ickern. Hier ist in Chris Kampe nunmehr Coach Nummer drei dabei.

Sein Chef Kim Weber wird nicht müde zu betonen, dass man heutzutage „nicht der Alleinunterhalter“ sein kann. Und in modernen Übungsstunden sei das Aufteilen des Kaders in mehrere Trainings-Gruppen nötig.

Um das zu gewährleisten, sind Co-Piloten wichtig. So sieht es auch Alexander Schmottlach, Trainer des TuS Henrichenburg. Er bekam – nachdem er schon zwei Co-Trainer hat – jetzt vom Weggefährten Kevin Benning das Ja-Wort. Und schlägt eine weitere Fliege mit dieser Klappe. Denn Benning ist ausgebildeter Torwart-Trainer.

Anders hält es aktuell Schwerins Trainer Dennis Hasecke. Er hatte jahrelang Marco Taschke an seiner Seite und ist jetzt solo. Der Schweriner Weg ist kein menschenleerer, aber ein anderer. Denn hier sollen die Spieler die Lücke ohne Co-Trainer-Amt füllen. Das ist auch eine Möglichkeit.

Bleibt abzuwarten, ob Hasecke nicht bald auch wieder einen Co ins Boot holt. Jemand der das „Vier Augen sehen mehr als zwei“-Prinzip auch am Grafweg wieder belebt. Denn dieses können die Fußballer nicht wirklich selbst bedienen.

Über den Autor
Lokalsport Castrop-Rauxel
Ein Journalist macht sich aus Prinzip keine Sache zu eigen, nicht einmal eine gute (dieses Prinzip ist auch das Motto des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises).
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Jens Lukas

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