Kein Fußball in Henrichenburg © Volker Engel
Fußball-Kreisliga B

TuS Henrichenburg: Der Vorsitzende favorisiert einen Wiedereinstieg mit dem 9. Spieltag

Bei einer Umfrage unter Fußballern, auf welchem Boden sie am liebsten spielen, antworten wahrscheinlich 90 Prozent: Rasen. Doch Rasen ist besonders im Winter ein problematischer Untergrund.

Selbst wenn der Rasen bespielbar ist, geht dort in der dunklen Jahreszeit ohne Flutlicht nur wenig. Wenn der Corona-Lockdown irgendwann zu Ende sein wird, sind diese Rasenplatz-Clubs folglich durch angehäufte Nachholspiele stärker gefordert als Vereine mit Kunstrasenplatz. Wochentags ist es schon zur Anpfiffzeit zu dunkel. Der TuS Henrichenburg weiß als einziger Castrop-Rauxeler Verein im Fußballkreis Recklinghausen das aus vielen Jahren Erfahrung.

Der Kunstrasenplatz reicht nur für das Training

„Auf unserem Platz sind Nachholspiele in der Woche unmöglich. Für die Trainingseinheiten gilt das nicht, da wir über einen kleinen Nebenplatz mit Flutlicht verfügen“, so der TuS-Vorsitzende Christian Stackelbeck. Und dieser frühere Ascheplatz bietet seit Oktober 2020 Kunstrasen-Komfort. Auf dem modernisierten Nebenplatz können von der Größe her Spiele bis zur D-Jugend stattfinden. Was kein Trost für das Senioren-Team eins in der Kreisliga B ist.

Sollte im Jahr 2021 der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) die am 1. November unterbrochene Saison mit dem 15. Spieltag fortsetzen, hätten sich beim TuS Henrichenburg sieben Nachholspiele angehäuft. Zwei vor dem Corona-Lockdown, fünf bis zur Winterpause. Am 20. Dezember hätte der B-Ligist spielfrei gehabt.

Christian Stackelbeck, 1. Vorsitzender des TuS Henrichenburg. © Philip Wihler © Philip Wihler

Erst Mitte April ist es hell in Henrichenburg

Wie diese sieben Nachholspiele unter der Woche austragen, wenn es über dem Rasenplatz kein Flutlicht gibt? „Auf andere Sportplätze auszuweichen? Das ist schwierig. Was wir in der Vergangenheit erlebt haben. Da bei allen anderen Vereinen auch Nachholspiele angefallen sind, wird es diesmal wohl noch schwieriger“, denkt Christian Stackelbeck. Der Club-Chef sieht vor Mitte April keine Chance, an Wochentagen auf dem Rasenplatz an der Lambertstraße zu spielen.

Daher favorisiert der TuS-Vorsitzende – wie viele andere Verantwortlichen – eine Saison-Fortsetzung mit dem 9. Spieltag: „So könnten ohne große Hektik bis zum 30. Juni die Hinrunde plus aller Nachholspiele ausgetragen werden. Eine faire Wertung wäre eingeschlossen, da dann alle einmal gegeneinander gespielt haben.“ Wenn der Liga-Betrieb wieder startet, hätte der TuS mit die längste Pause im westfälischen Fußball Henrichenburgs letztes Spiel vor dem Corona-Lockdown datiert am 10. Oktober.

TuS-Vorsitzende sieht FLVW-Überlegung als unfair an

In der FLVW-Überlegung, beim Wiedereinstieg mit dem 15. Spieltag zu beginnen, um bei einem eventuellen Saison-Abbruch nach 50 Prozent der Spiele die Ligen zu werten, findet Christian Stackelbeck ungerecht: „Wenn ein Verein bis dahin nur gegen Clubs von unten in der Tabelle gespielt hat, ein anderer nur gegen die von oben, wäre eine Saison-Wertung nicht fair. Vorallem wenn ein Verein dadurch sogar den Aufstieg verpassen würde.“

Der Aufstieg in die Kreisliga A ist beim TuS Henrichenburg weiterhin das klare Ziel. Als punktgleicher Tabellendritter mit der SG Suderwich II und nur einen Zähler schlechter als Spitzenreiter Kültürspor Datteln auch absolut nachvollziehbar. „Um den Aufstieg zu schaffen, haben wir unseren Kader kürzlich um zwei weitere Spieler verstärkt“, erklärt Christian Stackelbeck.

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Über 30 Jahre als Sportredakteur aktiv, bin ich nun im "Unruhestand" seit der Saison 2018/2019 als Freier Mitarbeiter für den Castroper Sport am Ball - eine neue, spannende Erfahrung. Meine journalistischen Fachgebiete sind alle Ballsportarten, die Leichtathletik und Golf. Mit den deutschen Spitzen-Fechtern war ich in den frühen 2000er-Jahren bei Welt- und Europameisterschaften in der "halben Welt" unterwegs.
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