Die Fußballer des SV Wacker Obercastrop hatten ein Training nach den Lockerungen für Dienstag (2. März) geplant. © Volker Engel
Fußball

Verwirrung im Amateurfußball – Rathaus verbietet Castrop-Rauxeler Team das Training

Es war alles vorbereitet: Am Dienstag (2. März) wollte der Fußball-Westfalenligist Wacker Obercastrop nach den Lockerungen für den Breitensport seine Fußballer auf dem Platz üben lassen. Daraus wird nichts.

Vier lange Monate haben Spieler, Trainer und Verantwortliche auf diesen Moment gewartet: Der Fußball-Westfalenligist SV Wacker Obercastrop wollte die Lockerungen in der Coronaschutzverordnung zum Anlass nehmen, wieder auf den Platz zu gehen. Ein Teil der ersten Mannschaft sollte am Dienstag (2. März) unter allen Einhaltungen der Auflagen Ball- und Kraftübungen machen.

Wackeraner hatten sogar sechs Meter Abstand geplant

Es sollte ein „Schnuppertraining“ werden, erklärte Wackers Co-Trainer Steffen Golob: „Wir haben alles so vorbereitet, wie es die Bestimmungen vorgeben.“ Laut der neugefassten Verordnung dürfen jeweils zwei Spieler zusammen üben. Die Partner dürfen nicht wechseln. „Abstand ist bei uns genug da, anstatt der geforderten fünf Meter haben wir sogar Distanzen von sechs Metern abgesteckt so Golob.

Dieser bekam allerdings am Montag (1. März) gegen 15 Uhr ein neues Signal aus dem Rathaus: „Kommando zurück!“ So übermittelte es Dhana Stannek, die im Rathaus für Bürgerbeteiligung, Sport und Stärkung des Ehrenamts zuständig ist.

Es wird derzeit noch nichts daraus aus dem Training in Obercastrop. © Jens Lukas © Jens Lukas

Dhana Stannek hatte in den vergangenen Wochen im Urlaub und erklärte Steffen Golob, dass ihre Vertreterin die Informationen aus der Düsseldorfer Staatskanzlei wohl anders interpretiert und übermittelt habe, als diese eigentlich aufzufassen seien.

Golob erklärte: „Wir haben schnell unseren Spielern Bescheid gesagt, dass wir alles abblasen mussten. Man hat gemerkt, dass sie enttäuscht sind. Wir müssen uns weiter gedulden.“ Es bleibe nunmehr die Hoffnung, dass die kommende Ministerpräsidenten-Runde am Mittwoch, 3. März, für richtige Lockerungen sorgt.

Steffen Golob meint: „Es ist schade, dass wir nicht anfangen konnten. Ich kann mir vorstellen, dass wir als Vorreiter eine Signalwirkung gehabt hätten – für andere Vereine und auch für andere Sportarten.“

Aber: Der Landessportbund NRW (LSB NRW) hat am Wochenende eine aktualisierte Maßgabe veröffentlicht. Demnach entspreche das Trainieren in Zweier-Gruppen zwar „dem Wortlaut der Verordnung, nicht aber ihrem Geist“. Denn ein Sportbetrieb im Sinne eines angeleiteten Trainings sei nach Auffassung nach LSB-Kenntnisstand von der Staatskanzlei und dem Gesundheitsministerium nicht gewollt.

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Geboren und wohnhaft in Castrop-Rauxel, bin ich über den Billardsport (Karambolage) als freier Mitarbeiter in der Castrop-Rauxeler Lokalredaktion angefangen. Da ich neben dem französischen Billard noch Fußball, Handball, Tischtennis und Tennis in Vereinen aktiv ausführte bot es sich förmlich an, darüber ebenfalls zu berichten.
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