Eigentlich war am sechsten Spieltag der Fußball-Kreisliga A der SG Victoria/Sportfreunde (rote Hemden), hier mit (v.l.) Dennis Teuber und Mike Cittrich, das Duell mit dem VfB Börnig ein Feiertag. War es aber nicht. © Volker Engel
Fußball-Kreisliga A

Victoria/Sportfreunde würde Punkt gegen Börnig gerne gegen Spieler tauschen

Die Kreisliga-A-Fußballer der SG Victoria/Sportfreunde sollten sich eigentlich über ihren fünften Punkt auf dem Konto nach dem 1:1 gegen den VfB Börnig freuen können. Sie bezahlten den Zähler allerdings teuer.

Eigentlich war am sechsten Spieltag der Fußball-Kreisliga A der SG Victoria/Sportfreunde (13.) das Duell mit dem VfB Börnig (7.) ein Feiertag. Denn eine Reihe von SG-Kickern traf auf ihren Ex-Klub: Keeper Tim Cittrich, Offensivspieler Mike Cittrich, Marcel Sola und Dennis Schwarz. Mike Cittrich traf per Freistoß zum 1:0. Tim Cittrich meisterte einen Elfmeter.

Muskelfaserriss, Bänderriss im Sprunggelenk, Haarriss in der Schulter

Mit dem 1:1-Unentschieden gegen Börnig hätte SG-Trainer Danny Jordan daher zufrieden sein können. Der fünfte Punkt war auf dem Konto. Am Ende des Tages hatte Jordan allerdings mehr Sorgen als Freude. Den Punktgewinn gegen den VfB Börnig war für die Spielgemeinschaft ein teurer. Denn drei Spieler fielen verletzt aus. Mindestens zwei werden über Wochen ausfallen.

Mike Cittrich erlitt einen Muskelfaserriss. Jordan berichtete: „Bei Spurt auf das Tor hat er plötzlich den Lauf abgebrochen und hat sich an den Oberschenkel gefasst. Natürlich ist jeder Spieler bei uns wichtig. Aber Mikes Ausfall trifft uns hart.“ Cittrich selbst geht davon aus, dass er sechs Wochen ausfallen wird.

Noch bitterer war die Partie für Cedric Knauer. Er zog sich in einem Zweikampf einen doppelten Bänderriss im Sprunggelenk zu. Jordan: „Cedric wurde gefoult. Als wir ihn vom Platz geholt haben, war sein Knöchel dick wie ein Handball.“ Die Fahrt ging ins Krankenhaus. Zwei von drei Bändern sind gerissen. Zwischen 6 bis 12 Wochen wird Knauer fehlen.

Und auch Goalgetter Dennis Teuber traf es – mit einem Haarriss in der Schulter nach einem Foul in der 22. Minute. Jordan: „Er hat aber zunächst noch weitergespielt. In der Halbzeitpause hing ihm die Schulter runter – wohl als Schonhaltung. Wir haben ihn direkt ausgewechselt. Wir kennen Dennis als Fußball-Verrückten. Wer weiß, vielleicht spielt er am kommenden Sonntag schon wieder?“

In den Wochen zuvor hatten die SG-Kicker bereits die Langzeitverletzungen von Youngster Janni Courtis und Routinier René Wysk zu beklagen. Jordan meint: „Es fehlen uns immer wieder Leute durch Sonntagsschicht. Wenn wir 15 Spieler zusammenbekommen, sind das für uns genug.“

Seit dem Zusammenschluss von Victoria Habinghorst und der Sportfreunde Habinghorst/Dingen läuft das Kreisliga-A-Team von Jordan als Spielgemeinschaft auf – mit der Ickerner Glückauf-Kampfbahn als neue Heimstätte. Danny Jordan sagt: „Unsere Mannschaft hat das Spielen auf Kunstrasen noch nicht komplett verinnerlicht. Das braucht Zeit. Ich bin aber zufrieden mit unserem Team.“

Mit dem 1:1 gegen Börnig hätte SG-Trainer Danny Jordan daher zufrieden sein können. Der fünfte Punkt war auf dem Konto. Am Ende des Tages hatte Jordan allerdings mehr Sorgen als Freude. © Volker Engel © Volker Engel

Trainer Jordan macht allerdings auch eine Rechnung auf: „Wir haben fünf Punkte. Das sind auf jeden Fall drei zu wenig. Wir hätten beim SV Wanne 11 II nicht verlieren dürfen. Mit den drei Punkten auf dem Konto wären wir gut dabei in der Tabelle.“ Das wäre wichtig. Denn die kommenden Aufgaben – gegen den SV Holsterhausen (2.) und den BV Herne-Süd (4.) – sind keine einfachen. Und auch das ausgefallene Derby gegen den SuS Merklinde (11.) wird zeitnah nachgeholt – am Mittwoch, 13. Oktober.

Der im Kreisliga-B-Tabellenkeller steckenden zweiten SG-Mannschaft kann Jordan wegen der vielen Verletzten derzeit nur wenig helfen. Durch die Reaktivierung von Gordon Henseleit, Nils Scheidle und Jan Grenda hat Danny Jordan nunmehr Spielertrainer Ilker Bahcecioglu ein wenig unter die Arme gegriffen.

Jordan: „Ilker habe ich einst als Gegenspieler richtig gehasst. Aber jetzt, nach dem ersten Gespräch auf Trainer-Ebene, kann ich nur sagen: Er ist ein ganz toller Mensch. Wenn er nicht Trainer wäre, hätte ich ihn sehr gerne in meiner Mannschaft.“

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Lokalsport Castrop-Rauxel
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Jens Lukas

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