Phasenweise unter Dauerdruck der U19 des VfL Bochum stand die Defensiv-Abteilung des SV Wacker Obercastrop mit Dirk Jasmund (r.). © Jens Lukas
Fußball

Wacker Obercastrop hält gegen den Bundesliga-Nachwuchs des VfL Bochum gut mit

Die große Fan-Schar des VfL Bochum in Reihen des SV Wacker Obercastrop freute sich: Am Mittwochabend (21. Juli) traf der Westfalenligist auf den U19-Nachwuchs des frischgebackenen Erstligisten.

Es war kein normaler Abend in der Obercastroper Erin-Kampfbahn. Schon die geschätzt 150 Zuschauer gaben diesem Fußballspiel zwischen dem SV Wacker Obercastrop (Westfalenliga) und der U19-Mannschaft des VfL Bochum (Bundesliga) ein schönes Ambiente.

Die in der Bundesliga kickenden U19-Spieler des VfL Bochum gaben ihr Stelldichein auf dem Kunstrasenplatz an der Karlstraße und gewannen 2:0. Obercastrops Zuschauer, bekannt dafür ein Riesen-Fan-Herz für den VfL Bochum von der Castroper Straße zu besitzen, dankten den U19-Kickern mit großem Applaus nach dem Abpfiff.

David Queder reaktiviert

Wenn es auch „nur“ der U19-Nachwuchs des Bochumer Erstligisten war, entwickelte sich ein rasantes Fußballspiel. Gäste-Trainer Heiko Butscher und sein Castrop-Rauxeler Co-Trainer Marc Kruska spielten mit „voller Kapelle“ zum (Fußball)-Tanz in der Erin-Kampfbahn auf. 21 VfL-Spieler standen auf dem Spielbericht vermerkt. Obercastrops 16 Kicker (inklusive des angeschlagenen Stamm-Torhüters David Scholka) von Trainer Aytac Uzunoglu und Co-Coach Steffen Golob standen denen gegenüber.

Diese Übermacht sollte sich auf dem Spielfeld fortsetzen. Dass es am Ende nur eine 0:2 (0:1) -Niederlage für Obercastrop wurde, war ziemlich schnell klar. Die Bochumer Youngster, laut Marc Kruska „alle mit dem Anspruch später höherklassig spielen zu wollen“, nahmen gleich nach dem Anpfiff von Schiedsrichter David Hennig (Gladbeck) das Heft fest in die Hände, beziehungsweise in die schnellen Füßen.

Chris Ebeling stemmt sich gegen das erste Gegentor

Die Obercastroper, bei denen wegen defensiver Personalnot David Queder aus der zweiten Mannschaft reaktiviert wurde, mussten sofort höllisch aufpassen. Bochum versuchte mit schnellem Passspiel Lücken zu reißen. Einen richtigen Torabschluss bekamen die U19-Youngster indes kaum gebacken. Wenn doch, war es in letzter Instanz Wackers Torhüter Chris Ebeling, der sich im Verbund mit seinen Vorderleuten um Dirk Jasmund, den ersten Angriffen entgegenstemmte.

Der Castrop-Rauxeler Ex-Profi Marc Kruska (3.v.l.) saß auf der Bank der U19 des VfL Bochum, weil er Co-Trainer von Heiko Butscher (l.) ist. © Jens Lukas © Jens Lukas

Der Abwehr-Wall hielt bis zur 41. Minute. Dann war es Bochums Josue Santo, der nach einem schnellen Flügellauf über die rechte Seite, in der Mitte nur noch zum 0:1 einschieben musste. In der Halbzeitpause kündigte sich bei den Gästen ein großes Wechselspiel an. Ex-Profi und Bochums Co-Trainer, Marc Kruska ließ auf einer Platzhälfte zehn Spieler warmlaufen. Und der von der Erin-Kampfbahn nur ein paar Autominuten entfernt wohnende Castrop-Rauxeler sagte nach dem Spiel: „Bis auf einen Spieler, der die gesamten 90 Minuten absolviert hat, kamen ab der 46. Minute alle anderen rein.“

Musste seine Schützlinge viel dirigieren: Wacker-Trainer Aytac Uzunoglu. © Jens Lukas © Jens Lukas

Wacker stellte sich also im zweiten Abschnitt einer völlig runderneuerten Bochumer Elf. Was die VfL-Klasse aber nicht minderte. In der 54. Minute gelang Dominik Wasilewski nach Vorlage des schnellen Luka Blazevic das 2:0. Dieses Tor war wie ein Spiegelbild des ersten Treffers – nur mit anderen Protagonisten. In dieser Phase konnte sich Keeper Ebeling noch einige Male auszeichnen. Das tat er so blendend, dass es schließlich „nur“ beim 2:0 für den VfL Bochum U19 blieb.

Wackers Kapitän Moritz Budde hat vor dem Top-Spiel gegen Bövinghausen gesagt, von wem er glaubt, dass er Meister wird.
Wackers Kapitän Moritz Budde hat vor dem Top-Spiel gegen Bövinghausen gesagt, von wem er glaubt, dass er Meister wird. © Jens Lukas © Jens Lukas
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Sportredaktion Castrop-Rauxel
Geboren und wohnhaft in Castrop-Rauxel, bin ich über den Billardsport (Karambolage) als freier Mitarbeiter in der Castrop-Rauxeler Lokalredaktion angefangen. Da ich neben dem französischen Billard noch Fußball, Handball, Tischtennis und Tennis in Vereinen aktiv ausführte bot es sich förmlich an, darüber ebenfalls zu berichten.
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