Ein Herner, der seit zwei Jahren beim SV Wacker Obercastrop ist, hat jüngst zusammen mit zwei seiner Teamkameraden beim Westfalenligisten SV Wacker Obercastrop verlängert. © Volker Engel
Fußball-Westfalenliga

Wacker Obercastrop präsentiert ein Trio für den Festtags-Tisch

Ein Mann des SV Wacker Obercastrop hatte vor den Feiertagen noch viel zu tun. Dabei ging es nicht um stressige Geschenk-Einkäufe. Alexander Wagener hat ein Trio vor dem Fest verpflichtet.

Wer kennt es nicht? Vorweihnachtszeit bedeutet: Im größten Getümmel die richtigen Geschenke für die Lieben zu besorgen. Durch Corona ist dem allzu großen Rummel zwar ein großer Riegel vorgeschoben. Was nicht heißen soll, dass sich zum Beispiel der Sportliche Leiter des SV Wacker Obercastrop, Alexander Wagener, in den vergangenen Wochen hätte ruhig zurücklehnen können.

Ein oft verletzter Spieler bleibt in Obercastrop

Die Gespräche mit den Spielern aus dem Kader für die Verpflichtung über den Sommer 2021 hinaus sahen dann doch nach jeder Menge Arbeit aus. Obwohl die Zusagen der Akteure recht zügig über die Bühne gingen. Kurz vor Weihnachten hat der rührige Wacker-Mann den Fans die Namen der Spieler eines Trios quasi auf dem Festtagstisch präsentiert.

Torwart David Scholka, Marius Nolte und Don Schreiber haben sich dazu entschlossen, den vielen Zusagen anderer Kameraden zu folgen. Wie alle Kollegen vorher wurde von den Dreien auch die Wohlfühl-Atmosphäre rund um das Team gelobt.

So sagte es auch Marius Nolte, der im Sommer 2018 vom DSC Wanne zu Wacker kam und die Erfolgsgeschichte mit Landesliga-Aufstieg und dem Run in die Westfalenliga mitmachte. Allerdings hatte sich der gebürtige Wanner, der heute am Cranger Tor wohnt, vor seinem Einstand in der Erin-Kampfbahn einen Mittelfußbruch zugezogen.

Marius Nolte (Mitte) war im Januar beim Gewinn der Hallenstadtmeisterschaft durch den SV Wacker Obercastrop dabei. © Volker Engel © Volker Engel

Das ist Marius Nolte

  • Marius Nolte ist am 8. November 1995 in Wanne-Eickel geboren und wohnt heute nahe des Cranger Tors in einer eigenen Wohnung.
  • In Wanne-Eickel hat der Wacker-Spieler sein Abitur gemacht und im Studium für Sozialwissenschaften seine Bachelor-Arbeit eingereicht.
  • Im Jugendbereich spielte er von der E-Jugend bis zur U19 in allen Mannschaften des DSC Wanne.
  • Fünf Jahre – von 2013 bis 2018 – gehörte er zum Westfalenliga-Kader des DSC. Im Sommer 2018 wechselte er zum SV Wacker Obercastrop, damals in die Landesliga.

Ein Einsatz war erst viel später möglich. Weitere Verletzungen zogen sich wie ein Roter Faden durch seine bisherige Wacker-Zeit. Bei dem Verein, der erst seine zweite Senioren-Station ist. Der Student für Sozialwissenschaften hat seine gesamte Kicker-Laufbahn ab der E-Jugend durchweg beim DSC Wanne gestaltet. Nolte erzählte: „Für mich gab es nur den DSC.“ Aus der U19 kam er direkt in den Westfalenliga-Kader. Seine beste Saison spielte er dort 2015/16, als er auf 15 Einsätze bei den Schwarz-Gelben kam.

Nolte ist Fan des FC Schalke 04

Ob Schwarz-Gelb auch gleich bedeutet, dass sein Lieblingsklub Borussia Dortmund ist, wehrte er vehement ab: „Ich tendiere mehr zu Schalke 04, wenn es dort auch augenblicklich nicht gut läuft.“ Die spielen in Blau-Weiß, was wiederum gut zu Wacker passt. Natürlich.

Es musste ja schon passen, wenn man als eingefleischtes Eigengewächs, seine auserkorene Fußball-Heimat verlässt. Nach fünf Senioren-Jahren gesellte sich Marius Nolte zu Obercastrop. Verletzungen warfen ihn nach eigener Aussage immer wieder zurück.

In der Westfalenliga kam er für den SV Wacker in drei Spielen zum Einsatz. In Lennestadt spielte er 60 Minuten, in Iserlohn 19 Minuten und Hohenlimburg 12 Minuten. Das werden bestimmt noch mehr werden, obwohl die Konkurrenz im eigenen Lager auch riesengroß ist. Wenn es denn mal wieder losgeht. Nolte selbst sagte. „Es wird wieder Zeit, der Wettkampf fehlt, bei den Übungen zu Hause fehlt mir einfach die große Motivation.“

Im Sommer 2020 wurde Don Schreiber (l.) zusammen mit Sebastian Freyni und Yassine Bellahcen präsentiert. © Wacker-Media © Wacker-Media

Das ist Don Schreiber

  • Don Schreiber, Fußballspieler des SV Wacker Obercastrop, ist 20 Jahre alt und macht nach seinem Abitur eine Ausbildung zum Industrie-Kaufmann.
  • Bei den Junioren waren die Fußball-Stationen Hombrucher SV, Kirchhörder SC und TSC Eintracht Dortmund.
  • Sein erstes Seniorenjahr absolvierte er als Stammspieler bei Westfalia Wickede in der Westfalenliga, ehe er im Sommer 2020 nach Castrop-Rauxel zum SV Wacker wechselte.

Freund von Don Schreiber führt ein Fitness-Studio

Don Schreiber, der 20-Jährige Sommer-Neuzugang, hat das Glück, dass ein Freund von ihm ein Fitness-Studio hat. Er erzählte: „Ich habe so richtig Bock auf Wacker und ich freue mich, wenn es im neuen Jahr endlich losgeht.“

Etwas ausgebremst wurde er vorher nicht durch Corona, sondern durch eine Rote Karte gegen Hohenlimburg. Schreiber, der damals schon ausgewechselt war, ärgert sich im Gespräch noch einen Tag nach dem 4. Advent: „Das war eine blöde Situation, aber ich wollte nur Marc Schröter helfen, der am Boden attackiert wurde.“

Schreiber kam aus den Jugendteams des Hombrucher SV („Da wohne ich um die Ecke“). Kirchhörder SC und TSC Eintracht Dortmund, ehe er ein Jahr zu den Senioren von Westfalia Wickede in die Westfalenliga wechselte. Und jetzt ist er und bleibt er Obercastroper.

Über den Autor
Sportredaktion Castrop-Rauxel
Geboren und wohnhaft in Castrop-Rauxel, bin ich über den Billardsport (Karambolage) als freier Mitarbeiter in der Castrop-Rauxeler Lokalredaktion angefangen. Da ich neben dem französischen Billard noch Fußball, Handball, Tischtennis und Tennis in Vereinen aktiv ausführte bot es sich förmlich an, darüber ebenfalls zu berichten.
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