Martin Janicki, der Vorsitzende des Wacker Obercastrop, setzt in der ersten Runde des Westfalenpokals im Auswärtsspiel auf die Fans seines Teams. © Jens Lukas
Fußball

Westfalenpokal: Obercastrop Vorsitzender plant Eroberung eines Dorfes

Nach vielen Testspielen hat Fußball Westfalenligist SV Wacker Obercastrop im August 2021 binnen vier Tagen zwei Pokal-Pflichtaufgaben vor Augen. Einmal steht dabei eine weite Reise an.

Fußball-Westfalenligist SV Wacker Obercastrop muss Ende August zu zwei Pokal-Spielen ausrücken. In der ersten Kreispokalrunde steht das Match am Mittwoch, 18. August, ab 19.30 Uhr beim ambitionierten Landesligisten Spvg Horsthausen im Kalender. Nur vier Tage später – am Sonntag, 22. August – führt eine bedeutend weitere Fahrt in der ersten Westfalenpokal-Runde den Wacker-Tross nach Balve ins Hönnetal. Dort wartet in dem idyllischen Sauerland-Ort mit rund 900 Einwohnern der TuS Langenholthausen auf die Obercastroper.

73-Kilometer-Fahrt nach Balve

Das Match in Horsthausen wird schwierig, wenn man das 1:5 im Testspiel-Duell mit den Hernern zu Rate zieht. Wahrscheinlich mehr fiebert in Obercastrop jeder Fan dem Sauerland-Trip entgegen. Verdient hat sich Wacker die Tour durch den 2:0-Kreispokal-Endspielsieg im August 2020 gegen den FC Frohlinde.

Vom 1. Wacker-Vorsitzenden, Martin Janicki, der das Dorf im Sauerland quasi erobern möchte, war zu hören: „Unsere Fans brennen schon auf die Reise.“ Der Verein wird einen Bus einsetzen, um Mannschaft und Fans zusammen in die rund 73 Kilometer entfernte 900-Seelen-Gemeinde, die für jede Ansichtskarte Modell stehen könnte, zu kutschieren.

Wie viele Wackeraner die Mannschaft von Trainer Aytac Uzunoglu im Sauerland unterstützen werden, konnte der Vereins-Chef noch nicht sagen: „Wir warten ab, was die Corona-Regeln vorgeben und erst danach die Anmeldungen sondieren.“

Das Größte wäre natürlich, wenn die Europastädter noch einen zweiten Bus buchen müssten, um eine noch größere Fan-Präsenz zur Anfeuerung hinter den Banden zu besitzen. Die eingefleischten Fans, angeführt von Ex-Spieler und Trainer der Altherren-Mannschaft, Rolf Kienemund, wird schon mit allerlei neuer (und lauter) Ausstattung das nötige Ambiente gestalten. Damit könnten die Wacker-Fans in dem kleinen Sauerland-Dorf eine Heimspiel-Atmosphäre erzeugen. Anfeuern wird wichtig sein.

Janicki baut darauf und hegt dabei Hintergedanken, obwohl er darüber noch nicht so recht sprechen wollte. Sollte nämlich sein Team im Sauerland eine Runde weiterkommen, steht für ein Heimspiel ein prominenter Gegner schon fest. Es ist der SV Lippstadt aus der Regionalliga, der mit einem Freilos schon in der zweiten Runde steht. Das wäre natürlich der Hammer für die heimische Fußball-Szene und etwas ganz Besonderes, was dann in der Erin-Kampfbahn passieren könnte.

Aber Martin Janicki, der sagte „Träumen ist erlaubt“, ist diesbezüglich vorsichtig. Und erklärt zudem: „Man sollte nie den zweiten vor dem ersten Schritt machen.“ Der erste Schritt ist nun mal der hier völlig unbekannte Landesligist TuS Langenholthausen. „Das wird eine typische Dorfmannschaft sein. Groß, kantig und ungemütlich vermute ich mal,“ so der Wacker-Funktionär.

Sportlich gesehen wird das gegen den Pokalsieger aus dem Fußballkreis Arnsberg schon eine anspruchsvolle Aufgabe. In der Landesliga 2 hatte Wackers Pokal-Gastgeber bei Abbruch und Annullierung wegen der Corona-Pandemie auf Platz sechs gestanden.

Auf Rang eins beendete der SC Obersprockhövel die Saison, der kürzlich zu einem Testspiel beim SV Wacker antrat. Direkt von dem Klub aus dem Bergischen, kam da schon eine Warnung hinsichtlich des Pokal-Gegners der Obercastroper. Jörg Niedergethmann, Sportlicher Leiter aus Obersprockhövel, sagte: „Wacker darf sich nicht täuschen lassen, der TuS Langenholthausen ist auf dem eigenen Platz schon ein ganz harter Brocken.“

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Geboren und wohnhaft in Castrop-Rauxel, bin ich über den Billardsport (Karambolage) als freier Mitarbeiter in der Castrop-Rauxeler Lokalredaktion angefangen. Da ich neben dem französischen Billard noch Fußball, Handball, Tischtennis und Tennis in Vereinen aktiv ausführte bot es sich förmlich an, darüber ebenfalls zu berichten.
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