Für die Netflix-Serie "Haus des Geldes" ist eine solche Maske ikonisch. Beim FC Frohlinde kam sie jetzt zum Einsatz - und wird es wohl auch an Silvester. © picture alliance/dpa/Netflix
Fußball

Wie bei Netflix: Maskierter Mann mit Pistole erbeutet Geld beim FC Frohlinde

Der FC Frohlinde hat einen Kriminalfilm gedreht. Vorsitzender Robert Janßen bittet um Spenden und wird von einem Gauner wie in der Serie „Haus des Geldes“ um ein paar Scheine erleichtert.

Das Vereinshaus des FC Frohlinde – mühevoll und aufwendig von einem Kreis weniger Vereinsmitglieder renoviert – geht der endgültigen Fertigstellung entgegen. Doch einige kostenträchtige Sachen sind noch offen. Für deren Finanzierung bittet der Vorstand zur Jahreswende die Bürger mit einer besonderen Krimi-Aktion – angelehnt an die Serie „Haus des Geldes“ – um Spenden.

Aktion mit Anlehnung an Netflix-Serie

Der 1. Vorsitzende des FCF, Robert Janßen, hat zum Spenden in einem Video, das Dirk Werdelmann (Internet-Verantwortlicher) gedreht hat, über Facebook aufgerufen. Nach seinen Grußworten zu den Feiertagen, hat er an den Werbe- und Marketing-Fachmann Ingo Böhmer das Mikrofon weitergereicht. Dieser legte die Idee offen.

In dem vom FC Frohlinde aufgenommenen Film wird der Vorsitzende Robert Janßen (r.) überfallen. © Werdelmann (FC Frohlinde) © Werdelmann (FC Frohlinde)

Interessierte Spender im Stadtteil Frohlinde können ihre Gabe in ein Kuvert mit ihrem Namen und Adresse versehen und dann via Facebook, Instagram oder per Telefon dem Vorstand mitteilen. Am 31. Dezember 2020, so Böhmer, würde mit Mindestabstand zwischen 16 und 18 Uhr die Kuverts an den Haustüren abgeholt. Und ein prominenter Gast sei auch noch bei der Übergabe mit dabei, bekräftigen die FCF-Verantwortlichen.

Angelehnt an die bekannte Serie „Haus des Geldes“ (auf Netflix), hat Werbemann Böhmer die Aktion in „Das Haus braucht noch Geld“ umgetauft. Der Werbe- und Marketingfachmann, der ehemaliges Vorstandsmitglied ist, erzählte am Sonntag vor dem Jahreswechsel zu dieser Aktion: „Das ist aus einer Schnapsidee geboren.“

Dazu hat Werdelmann einen kleinen Krimi gedreht, der auf der Facebook-Seite des Vereins an der Brandheide zu sehen ist. Hier wird Robert Janßen und sein Stellvertreter Karl-Ulrich („Kalli“) Hüning von einem wie im Streaming-Film maskierten Täter mit einer Waffe um eine Spende „gebeten“.

Die beiden rücken ohne Gegenwehr ein paar Scheine heraus, die der Übeltäter dann auf der Flucht im neuen Thekenraum in die Luft wirft. Das erbeutete Geld blieb also im Hause, wohin die Spenden dann auch schließlich führen sollen.

Robert Janßen wies nochmal darauf hin, dass jede Spende (also nicht nur Scheine) willkommen sind. Der Vorsitzende sagte: „Da in diesem Jahr keine Böller gekauft werden dürfen, könnte man dafür seinen Verein im Ort unterstützen. Wir wollen nicht um Geld betteln, sondern, dass die Leute im Dorf näher zusammenrücken.“

Im Sommer soll das Clubheim mit einem Umzug eingeweiht werden

Und Werbe-Berater Böhmer dachte am Sonntag mit einer neuen Idee weiter voraus: „Ich habe mir schon Jörg Wunsch (Sponsor und ehemaliger Sportlicher Leiter des FCF/ Anm. d. R.) ins Boot geholt; der zeigte sich begeistert, der Plan ist, im Sommer 2021 ein großer bunter Umzug nach dem Motto: „Ciao, Corona.“

Das alles soll dann auf dem Sportplatz mit einem großen Fest und im neuen Vereinsheim enden. Was zum aktuellen Zeitpunkt allerdings noch gar nicht vorstellbar ist.

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Sportredaktion Castrop-Rauxel
Geboren und wohnhaft in Castrop-Rauxel, bin ich über den Billardsport (Karambolage) als freier Mitarbeiter in der Castrop-Rauxeler Lokalredaktion angefangen. Da ich neben dem französischen Billard noch Fußball, Handball, Tischtennis und Tennis in Vereinen aktiv ausführte bot es sich förmlich an, darüber ebenfalls zu berichten.
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