Beim SV Lembeck haben sie hohe Ziele. © Andreas Leistner
Fußball

Ansage des SV Lembeck: „Wollen ein Wörtchen mitreden“ im Aufstiegskampf

Der SV Lembeck will in den Aufstiegskampf in der Kreisliga A eingreifen. Eine Niederlage sei zwar unnötig gewesen, gänzlich abgefahren ist der Aufstiegszug für den SVL aber noch nicht.

Gar nichts.“ Das ist die Antwort von Christoph Burdenski, Trainer der Kreisliga-Fußballerinnen des SV Lembeck, auf die Frage, was momentan in Planung für die Zeit ist, wenn es wieder weitergeht. Groß am Kader basteln muss der Trainer auch nicht. Er ist bereits mit seiner derzeitigen Mannschaft und ihrem Saisonstart zufrieden.

Vier Spiele absolvierten die Lembeckerinnen in der laufenden Spielzeit. Drei davon gewannen sie, lediglich eine Partie ging verloren. Gegen die Reserve des SSV Rhade, gespickt mit vielen erfahrenen Spielerinnen, die bereits höherklassig gespielt haben, war die knappe Niederlage (1:2) keine Schande. Unnötig war sie dennoch, sagt Lembecks Trainer Christoph Burdenski. „Da hätten wir auch Unentschieden spielen können“, sagt er.

Das Team holte zudem Siege gegen den TuS Henrichenburg (15:0), den FC Marl (2:1) sowie den TSV Raesfeld (6:0). Im Pokal verlor Lembeck zwar deutlich (0:7), schlug sich gegen das Westfalenliga-Team des Nachbarn Rhade aber wacker.

Noch hat der SVL die Chance

Der Meisterschaftszug sei durch die Niederlage gegen den SSV Rhade II aber fast abgefahren, sagt Trainer Burdenski. Noch sind aber mindestens sieben Partien zu absolvieren, noch haben die Lembeckerinnen also die Chance auf den Aufstieg in die Bezirksliga. „Den haben wir uns vor der Saison auf die Fahnen geschrieben“, so Burdenski. „Wir wollen ein Wörtchen mitreden.“

Dass sie das mittlerweile können, hat der SVL bereits in der vergangenen Spielzeit bewiesen. Da landete das Team nach elf Spielen auf dem dritten Platz der Kreisliga A. Damit qualifizierte sich Lembeck für die Aufstiegsrunde. In der wollten Burdenskis Spielerinnen es allen beweisen und nahmen den Aufstieg zum ersten Mal ins Visier.

Pia Schnieders (l.) und der SVL mussten sich im Spitzenspiel gegen den SSV Rhade II knapp geschlagen geben. © Joachim Lücke © Joachim Lücke

Dass daraus nichts wurde, ist auch der Coronavirus-Pandemie geschuldet: Die Aufstiegsrunde wurde bereits nach einem Spiel abgesagt und der Tabellenführer der Vorrunde zum Meister erklärt.

Der Kader ist in den Jahren gewachsen

Von der grauen Maus, die zumeist im Mittelfeld der Tabelle landete, haben sich die Lembeckerinnen in den vergangenen Jahren zu einem Spitzenteam entwickelt. Die Gründe dafür liegen für den Trainer auf der Hand. „Als ich anfing bei Lembeck, war meine größte Aufgabe, elf Spielerinnen am Sonntag auf dem Platz zu haben“, sagt er. „Mittlerweile stehen uns aber 22 bis 24 Spieler zur Verfügung.“

Dazu sei der Zusammenhalt im Team enorm. „Jede Spielerin – auch neue – wird toll integriert“, so Burdenski. Um das zu erreichen, habe der Trainer sich viel Mühe gegeben. So schaffe es der Verein, auch Top-Spielerinnen wie Zoe Eggert zu halten, die in der vergangenen Spielzeit in elf Spielen 30 Tore schoss.

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Niklas Berkel

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