Bei der DM in Braunschweig riss Christina Honsel die Einstiegshöhe von 1,75 m dreimal und schied damit als Titelverteidigerin frühzeitig aus. © Wolfgang Birkenstock
Leichtathletik

Christina Honsel spricht über ihr überraschendes DM-Aus

Ihr frühes Ausscheiden war eine der großen Überraschungen der DM in Braunschweig. Im Interview spricht die Dorstener Hochspringerin Christina Honsel über die Hintergründe.

Christina Honsel, als Titelverteidigerin an der Anfangshöhe scheitern – haben Sie das schon verdaut?

Es geht.

Beobachter und Fans waren natürlich total überrascht. Wie war es für sie selbst?

Eigentlich war ich in guter Form. Im Training konnte ich regelmäßig meine Bestleistung abrufen.

Die liegt bei 1,92 m. Aber in Braunschweig waren 1,75 m zu hoch. Woran lag‘s?

Wie gesagt: Körperlich war ich eigentlich in guter Verfassung. Bis auf meinen Fuß.

Die alte Verletzung?

Nein, aber derselbe Fuß. An dem bin ich ja mittlerweile schon zweimal operiert worden. Es hat eigentlich schon in der Hallensaison zu schmerzen begonnen. Es ist wohl zu wenig Platz im Fuß, so dass beim Absprung Knochen aufeinander treffen. Beim Anlauf ist noch alles gut, aber beim Absprung schmerzt es.

So konnte ich im Training keine Techniksprünge machen und hatte deshalb kein Gefühl für den Sprung.

Das klingt nicht gut. Was bedeutet das für die weitere Karriere?

Ich arbeite einmal die Woche mit einem holländischen Physio zusammen. Er ist zuversichtlich, und ich bin auch guter Dinge, dass wir das hinbekommen. Eine OP ist auf jeden Fall keine Option. Es gibt nur ein Problem.

Welches?

Zum Auskurieren muss ich das Training reduzieren und eine Wettkampf-Pause einlegen.

Olympia ist also endgültig gestorben …

Ja. Aber die Frist, in der ich die Norm erfüllen müsste, endet Ende Juni. Im Training habe ich eigentlich gefühlt, dass ich die geforderten 1,94 m springen kann. Aber mit dem Fuß geht es im Moment einfach nicht.

Wie sehen die weiteren Perspektiven aus? Wann können Sie wieder einsteigen?

Ich habe jetzt alle Zeit der Welt. Außer Olympia steht in der Freiluftsaison nichts mehr an. Ich plane deshalb in aller Ruhe für die Hallensaison, die ich dann hoffentlich ohne Schmerzen bestreiten kann.

Das wünschen wir natürlich auch und drücken die Daumen!

Vielen Dank.

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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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