Immer mittendrin: Nico Genieser (Nr. 10) war auch als Torschütze wichtig für sein Team, vor allem aber als unermüdlicher Antreiber und ordnende Hand. © Joachim Lücke
Fussball

Das sagt Nico Genieser zu seinem Wechsel

Mitten in der Saison wechselt Blau-Weiß Wulfens Nico Genieser nach Gemen. Und das als Kapitän. Trotzdem ist es kein Affront gegen seinen alten Club.

Er war der unumstrittene Leader seines Teams. Doch jetzt wechselt Nico Genieser noch in der Winterpause vom A-Ligisten 1. SC Blau-Weiß Wulfen in die Landesliga zu Westfalia Gemen. Wir sprachen mit ihm über die Gründe.

Nico Genieser, wie schwer wird dieser Wechsel für Dich?

Oh, das fällt wirklich nicht leicht. Wulfen ist für mich immer eine Herzensangelegenheit gewesen.

Bei Blau-Weiß hast Du auch Deine Laufbahn begonnen …

Ja, damals war ich auch Schiedsrichter. Weil die in Rhade ein bisschen besser bezahlt wurden, bin ich dann dorthin gewechselt (lacht). Aber nach einem Jahr hab ich mit dem Pfeifen aufgehört.

Und bist zurück nach Wulfen gegangen …

Genau.

Das war wann?

Das muss vor sechs Jahren gewesen sein, mit 20.

Drei Jahre später warst Du dann Kapitän …

Ja, als wir in die Bezirksliga aufgestiegen waren.

Der Aufstieg damals war sicher einer der Höhepunkte Deiner Wulfener Zeit. Schon damals soll es aber Kontakt zu Westfalia Gemen gegeben haben …

Ja, der besteht im Grunde seit vier Jahren. Dennis Müssner, der gerade Trainer bei der Westfalia ist, ist der dritte Gemener Trainer, der mich angesprochen hat.

BW Wulfen, Nico Genieser
Nico Genieser hatte schon seit einigen Jahren immer wieder Angebote aus Gemen bekommen. Diesmal sagte er Ja. © Andreas Leistner © Andreas Leistner

Und warum hast Du bei ihm Ja gesagt und bei den anderen nicht?

Zum einen, weil Dennis ein ähnlicher Typ wie unser Wulfener Trainer Daniel Schikora ist. Zum anderen, weil auch sonst gerade alles passt: das Alter, der Job, die Zeit.

Der Saisonverlauf mit Wulfen spielte dabei keine Rolle? Der war ja bislang eher enttäuschend.

Nein, absolut nicht. Ich hatte immer das Bedürfnis, einmal höherklassig zu spielen. Das hatte ich dem Wulfener Vorstand und Schiko auch ganz offen vor der Saison gesagt. Bis jetzt war ein Wechsel immer an meiner Liebe zu Wulfen gescheitert, aber diesmal passte eben wie gesagt alles.

BW Wulfen, Aufstieg 2017
Einer der Höhepunkte in Nico Geniesers bisheriger Laufbahn: Am Pfingstmontag 2017 macht Blau-Weiß Wulfen in der Relegation gegen den SC Reken den Aufstieg in die Bezirksliga perfekt. © Andreas Leistner © Andreas Leistner

Sollte im Dezember noch einmal gespielt werden können, sehen wir Dich dann bei Wulfen oder Gemen?

Auf jeden Fall in Wulfen. Die Wechselfrist ist so oder so erst der 31. Dezember. Aber ich will auch so schon gerne noch mal am Wittenbrink und im Wulfener Trikot auflaufen.

Und wenn Du Gemen wieder verlassen solltest, ist dann Wulfen wieder Deine erste Wahl?

Man soll niemals nie sagen. Aber sehr wahrscheinlich würde ich dann wieder für Wulfen spielen.

Dann wünschen wir erst einmal viel Erfolg in Gemen und alles Gute für die Zukunft!

Vielen Dank!

Über den Autor
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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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