Wann geht‘s wieder los? Am 29. oder doch am 15. August? Nicht alle Trainer sind mit der Verschiebung des Saisonstarts glücklich. © picture alliance / dpa
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Der Saisonstart wird verschoben – das sagen Dorstens Trainer dazu

Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen will den Saisonstart auf den 29. August verschieben. Was sagen die Trainer aus Dorsten, Schermbeck und Raesfeld dazu? Wir haben nachgefragt.

Dass der Start der kommenden Amateur-Fußballsaison 2020/21 in Westfalen um zwei Wochen nach hinten verschoben werden soll, steht jetzt fest. Die Verantwortlichen des Fußballkreises Recklinghausen überlegen allerdings, ob dort der 15. August nicht trotzdem bestehen bleibt. So würde der 29. August dann erst einmal nur für die überkreislichen Ligen gelten.

Die Vereine in und um Dorsten reagieren jedenfalls ganz unterschiedlich auf die neuste Hiobsbotschaft.

Cem Kara, Sportlicher Leiter des SV Schermbeck, Oberliga Westfalen:

“Uns ist beides recht. Im Grunde genommen hat die Verzögerung keine Auswirkungen. So werden wir am 15.8. ein weiteres Testspiel planen. Nach der langen Pause brauchen die Jungs einfach auch Zeit und eine optimale Vorbereitung. Vielleicht bringen die zwei Wochen im Umkehrschluss wieder mehr Zuschauer an die Plätze. Im Amateur-Fußball ist das einfach wichtig, wir leben auch von den Zuschauern.”

Marek Swiatkowski, Trainer des SV Rot-Weiß Deuten, Westfalenliga:

“Natürlich ist das negativ für uns. Wir sind alle heiß, haben alles geplant und müssen jetzt wieder alles umschmeißen. Die zusätzlichen zwei Wochen müssen jetzt neu eingebaut werden. Auch in Hinblick auf die Belastungssteuerung. Ich verstehe das einfach nicht, aber man muss es akzeptieren.”

Marc Gebler, Trainer des SV Dorsten Hardt, Landesliga:

“Für uns ist das kein Problem, es ändert sich nichts. Die zwei Wochen mehr können nicht schaden. Wir werden so oder so komplett durchtrainieren, um im Trainingsrhythmus zu bleiben. Vielleicht legen wir dann noch ein zusätzliches Testspiel ein oder geben den Jungs ein freies Wochenende. Unter dem Strich macht es den Braten jetzt auch nicht mehr fett.”

Christian Gabmaier, Trainer des TSV Raesfeld, Kreisliga A:

“Das Einzige, was sich bei uns verändern würde ist, dass wir ein oder zwei weitere Testspiele einplanen könnten. Die Jungs freuen sich, überhaupt wieder auf dem Platz stehen zu dürfen und das Trikot anzuhaben. Wir trainieren seit vergangener Woche und wollen langsam wieder reinkommen. Die eigentliche Vorbereitung soll dann ab dem 1.7. beginnen.”

Manuel Jakob, Trainer des SV Eintracht Erle, Kreisliga B:

“Für die ganze Planung ist das suboptimal, wenn jetzt alles verschoben wird. Das wäre echt hart für die Jungs, die freuen sich total auf den Start. Und auch ich brenne auf den Konkurrenz- und Wettkampf. Wir haben die vergangenen Monate kontinuierlich weitergearbeitet und online Work-Outs gemacht. Von mir aus könnte man generell auch schon eher mit der Saison anfangen. Ich denke, dass die Zeit der Lockerungen und niedrigen Zahlen nicht effektiv genug genutzt wird. Kleine Werbung in Eigenregie: Wir sind noch auf der Suche nach einem Co-Trainer und Betreuer.”

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