Lembecks Trainer Patrick Rohrand (r.) muss sich wegen Verletzungen nach personellen Lösungen umschauen. © Joachim Lücke
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Der SV Lembeck geht auf Torwartsuche

Zwei Vereine, ein Problem – nach dem SSV Rhade hat nun auch der SV Lembeck akute Torwartsorgen. Kurz vor Saisonbeginn wiegen die natürlich doppelt schwer.

Die Null stand am Sonntag beim SV Lembeck. Im Testspiel gegen Borussia Bocholt war die Lembecker Welt zwischen den Pfosten für 90 Minuten in Ordnung. Doch genau hier droht Trainer Patrick Rohrand und seiner Elf ein schwer wiegendes Problem.

Denn Paul Bahde, der am Sonntag das Lembecker Tor hütete, steht schon bald nicht mehr zur Verfügung. Ihn verschlägt es beruflich nach Süddeutschland. Einsätze für den SV Lembeck am Wochenende? Wohl bestenfalls in Ausnahmefällen denkbar.

Das allein wäre ärgerlich, aber im Normalfall noch verkraftbar. Doch für diesen Normalfall müsste Lembecks anderer Keeper Luca Hinzmann zur Verfügung stehen, und das tut er nicht. Ein Achillessehneriss, den er sich Anfang Juli zu Beginn der Vorbereitung zuzog, setzt den 23-Jährigen bis auf weiteres außer Gefecht. Trainer Patrick Rohrand muss sich also nach anderen Lösungen umsehen.

Eine davon könnte er im eigenen Kader finden. Christopher Fellner ist gelernter Keeper, für Patrick Rohrand aber „die unwahrscheinlichste Variante“.

Luca Hinzmann, SV Lembeck
Luca Hinzmann (l.) wird dem SV Lembeck nach seinem Achillessehnenriss lange fehlen. Und auch sein Torwartkollege Paul Bahde steht bald nicht mehr zur Verfügung. © Ralf Pieper © Ralf Pieper

Aussichtsreicher ist da schon Jürgen Harks aus der Zweiten. „Ihn haben wir schon zwei-, dreimal beim Training gehabt, und er hat das wirklich gut gemacht“, sagt Rohrand. Doch auch in der A-Jugend seien talentierte Torleute vorhanden, die das Problem der Ersten lösen helfen könnten: „Wir werden das natürlich organisieren müssen, aber wir werden das lösen“, ist der Lembecker Trainer zuversichtlich.

Verletzungssorgen haben die Lembecker aber nicht nur im Tor. Mit Paul Artelt ist derzeit auch einer der wichtigsten und torgefährlichsten Offensivspieler nicht einsatzfähig. Wie lange ihn seine Kreuzbandverletzung außer Gefecht setzt, stehe allerdings noch nicht fest, erklärt Patrick Rohrand: „Man weiß noch nicht genau, zu wie viel Prozent das Band genau gerissen ist.“ Auch die Behandslungsmethode sei noch offen: „OP oder konservative Behandlung stehen im Raum.“ Wenn die Verletzung konservativ behandelt werde, hofft Patrick Rohrand auf ein Comeback von Artelt nach sechs Wochen.

Dessen Fehlen zwingt den Trainer auf jeden Fall zu taktischen Umstellungen: „Wir müssen das als Mannschaft kompensieren, spielen mit zwei Achtern statt mit einem Zehner.“

Julian Risthaus spielt starke Vorbereitung

Einer, der davon profitiert, ist Julian Risthaus, der nun eine deutlich offensivere Rolle spielen darf als verangene Saison. „Julian ist natürlich ein anderer Spielertyp als Paul, aber er macht das in der Vorbereitung wirklich sehr gut.“

Gut möglich also, dass Patrick Rohrand ganz andere Probleme bekommt, wenn seine Verletzten erst wieder alle da sind. Doch das wären dann Luxusprobleme.

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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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