Dirk Bessler ist nicht unzufrieden mit dem Saisonstart seiner Mannschaft. © Joachim Lücke
Fußball

Die Pleite könnte richtig wehtun: SSV Rhade hadert mit der Situation

Der SSV Rhade kann mehr als zufrieden sein mit seinem Saisonstart in der Westfalenliga. Mit einer Situation hadern die Verantwortlichen aber.

Die Saisonunterbrechung kam zum komplett falschen Zeitpunkt“, sagt Dirk Bessler, Trainer der Westfalenliga-Fußballerinnen des SSV Rhade. Bessler hat allen Grund für seine Aussage, war seine Mannschaft doch auf einem guten Weg.

Sechs Spiele absolvierten die Rhaderinnen in der Liga bislang, vier davon gewannen sie. Das Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten DJK Wacker Mecklenbeck endete 1:1-Unentschieden, es war für den SSV das letzte vor der Saisonunterbrechung.

„Bis auf das Spiel gegen Mecklenbeck waren wir immer die bessere Mannschaft“, sagt Bessler. Gegen die Spvg Kutenhausen-Todtenhausen gewann Rhade mit 2:0. Mit 7:0 fegte der SSV gar den SC Wiedenbrück vom Platz. Mit 2:0 gewann Rhade auch gegen den FC Donop-Voßheide und 5:1 besiegte der SSV die Reserve des VfL Bochum.

Lediglich gegen den SV Borussia Emsdetten verlor die Mannschaft von Trainer Bessler knapp mit 0:1. „Die Niederlage war unnötig“, sagt er. Und sie könnte dem SSV am Ende ziemlich weh tun. „Wenn wir wirklich nur eine Serie spielen, wonach es ja aussieht, dann kann so eine Niederlage schwer ins Gewicht fallen“, so der Trainer.

Das Ziel der Rhaderinnen war, sich im zweiten Jahr nach dem Aufstieg in der Spitzengruppe zu etablieren. „Das ist uns bis hierhin auch gelungen“, sagt Bessler. Zum Zeitpunkt der Saisonunterbrechung dominierte sein Team nicht nur fast jedes Team, gegen das es spielte, sondern dem Trainer stand auch sein ganzer Kader zur Verfügung.

Bis auf eine Ausnahme hatte Bessler keinen Ausfall zu beklagen. „Alle waren fit“, sagt er.

Erstmalige Teilnahme am DFB-Pokal

Der SSV sorgte zudem für ein weiteres großes Highlight. Im Westfalenpokal-Finale Anfang September gewann das Team erstmalig den Westfalenpokal. Im Finale besiegte Rhade deutlich mit 4:1 den Regionalligisten SF Siegen. Der Lohn war die erstmalige Teilnahme am DFB-Pokal.

Dort traf der SSV in der ersten Runde auf den Zweitligisten Borussia Bocholt. Rhade verlor knapp mit 0:1. Doch die kurze Phase Fußball in diesem Jahr war für das Westfalenliga-Team des Vereins ein Riesenerfolg.

Taktisch ein Vorzeige-Klub

Auch im taktischen Bereich imponierte der Verein. Trainer Dirk Bessler lässt seit geraumer Zeit mit einer Torwartkette spielen. Torhüterin Jennifer Radüchel schaltet sich so in das Aufbauspiel der Mannschaft mit ein. Darin sieht der Trainer eine der Stärken, die sein Team hat. „Wir kombinieren gut von hinten raus.“

Wenn es dann aber ins letzte Drittel geht, komme der letzte Pass zu häufig nicht an. „Daran wollen wir arbeiten, wenn wir wieder auf den Platz können“, sagt der Trainer.

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Niklas Berkel

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