Ömer Keven (r.) und der SVS II spielten eine starke Vorbereitung. In der Meisterschaft konnten sie diese Leistung aber noch nicht bestätigen. © Joachim Lücke
Fussball

Die Zwischenbilanz des SV Schermbeck II könnte besser sein

Wie fallen die Zwischenbilanzen der heimischen Teams im aktuellen Lockdown aus? Heute beleuchten wir die Situation bei der Reserve des SV Schermbeck.

Die zweite Mannschaft des SV Schermbeck ist mit großen Ambitionen in die neue Saison gestartet. Doch zum Beginn der Corona-Pause fand sich das Team von Alexander Kaul gerade einmal auf dem neunten Platz der Recklinghäuser A-Kreisliga wieder.

Zum Abbruch der letzten Saison stand die Oberliga-Reserve auf dem dritten Rang. Besseres wäre möglich gewesen, wenn das Team nicht ständig Leistungsträger an die erste Mannschaft hätte abgeben müssen. Daher waren die Erwartungen an die neue Saison sehr groß. Die Vorbereitung unterstrich die Ambitionen, erinnert sich Trainer Alex Kaul: „Wir haben starken Fußball gespielt, gute Ergebnisse erreicht und auch Bezirksligisten geschlagen.“

„Plötzlich Nerven gezeigt“

Der Trainer, der in der vergangenen Spielzeit die A-Junioren des SVS betreute, musste dann aber erkennen, dass Vorbereitung und Meisterschaft zwei verschiedene Paar Schuhe sind: „Plötzlich hat die Mannschaft Nerven gezeigt, und auch den nötigen Biss vermissen lassen.“ Kaul betreut zwar eine sehr junge Mannschaft mit einigen A-Junioren, doch ganz so große Schwankungen seien nicht zu erklären, selbst wenn er mit Ilkay Kara einen Torjäger an den Oberliga-Kader verlor.

Bei den Spielen der Schermbecker sind aber Tore garantiert, wenngleich das Torverhältnis von 17:18 nach sieben Spielen dem Trainer überhaupt nicht gefällt: „Meine Mannschaft wird erst wach, wenn sie mit dem Rücken zur Wand steht.“ So lag sie beim BVH Dorsten mit 1:3 und gegen Wulfen mit 0:2 hinten, bevor sie dann doch noch ein Unentschieden erkämpfte: „Selbst gegen Reken hätten wir nach einem 0:2-Rückstand noch einen Punkt holen können.“ Allerdings gab es auch richtige Nackenschläge, zu denen auf jeden Fall das 1:6 im Ortsderby gegen den TuS Gahlen gehörte, an das Kaul gar nicht mehr denken möchte.

Aufstieg ist mittlerweile kein Thema mehr

Er verschwendet auch nicht viele Gedanken daran, wie sich der weitere Saisonverlauf gestalten könnte: „Das wird an ganz anderen Stellen entschieden, als kleiner Fußballtrainer hat man keinen Einfluss darauf.“ Klar ist auf jeden Fall, dass die Schermbecker nichts mehr mit dem Aufstieg zu tun haben, egal ob nur die Hinserie gewertet, oder die Saison zu Ende gespielt wird.

Alexander Kauls Ziel ist es natürlich, die Saison so gut wie möglich zu beenden: „Ganz besonders reizvoll wird vor allem das Duell gegen den Spitzenreiter TSV Raesfeld, das ich für das Highlight der Restsaison halte. Da wäre ein Sieg schon eine großartige Sache.“

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