Moritz Sanders und die Nürnberg Falcons wollen am 27. Dezember in den Spielbetrieb der Barmer 2. Bundesliga Pro A zurückkehren. © Sportfoto Zink / DaMa
Basketball

Dorstener Moritz Sanders und die Nürnberg Falcons fliegen bald wieder

Ausgerechnet gegen Phoenix Hagen könnten die Nürnberg Falcons in der Barmer 2. Bundesliga Pro A das erste Spiel nach ihrer Corona-Pause bestreiten.

Nach der schweren Corona-Welle mit zehn Infizierten (wir berichteten) nähern sich der Dorstener Moritz Sanders und die Nürnberg Falcons in der Barmer 2. Bundesliga Pro A nur sehr langsam wieder dem Normalzustand an. Ihr erstes Spiel seit dem 8. November sollen die Franken am 27. Dezember ausgerechnet gegen Phoenix Hagen bestreiten, jenes Team also, das beim letzten Duell am 6. November das Coronavirus bei den Nürnbergern einschleppte.

Allerdings steht wohl auch die Austragung der Partie am Sonntag nach Weihnachten noch in den Sternen. Denn bei beiden Mannschaften tendieren die medizinischen Abteilungen derzeit auf Schonung.

Bei den Falcons wurden deshalb die anderen für den Dezember angesetzten Partien gegen Paderborn (9. Dezember), Kirchheim (12. Dezember) und die Bayer Giants Leverkusen (19. Dezember)in Absprache mit der Ligaleitung und den gegnerischen Teams allesamt abgesagt. Trainer Ralph Junge bedankte sich ausdrücklich bei den Teamärzten für die „hervorragende und weitsichtige medizinische Versorgung“ und bei den anderen Vereinen „für die Kollegialität mit Blick auf die Spielverlegungen“.

Medizinische Befunde ließen keine Wahl

Die kardiologischen Befunde und die aktuelle konditionelle Verfassung der Spieler hätten in den Augen der Ärzte keine andere Möglichkeit zugelassen. Die Rückkehr aufs Spielfeld wurde erst fürs Hagen-Spiel anvisiert. Doch nun wackelt wohl auch dieser Termin – allerdings nicht von Nürnberger Seite.

An diesem Dienstag wurde das Spiel der Hagener bei den PS Karlsruhe Lions abgesagt, weil die medizinische Abteilung von Phoenix wegen zu hoher Belastung der Mannschaft dringend von einem Einsatz abgeraten hatte.

„Offensichtliches Fitnessproblem“

Hagens Geschäftsführer Patrick Seidel erklärte anschließend in einem Interview, es sei „offensichtlich, dass wir ein Fitnessproblem in unserem Team haben.“ Seidel verwies auf die zwei 14-tägigen Quarantäne-Phasen, die die Spieler bereits hinter sich haben: „Gerade auf dem Level Profisport ist es über die Spieldauer gesehen ein riesiger Unterschied, ob ich bei 60 bis 70 Prozent Leistungsvermögen bin oder bei 100 Prozent. Uns tut die Kombination aus Spielbetrieb, Regeneration und Fitnessaufbau auf jeden Fall nicht gut. Das ist in dieser Taktung nicht zu leisten.“

Nürnberger Weg wäre wohl sinnvoller gewesen

Der Hagener Geschäftsführer räumte ein, dass es vermutlich besser gewesen wäre, die Mannschaft so wie Nürnberg so lange aus dem Spielbetrieb zu nehmen, bis sie wieder ein ligataugliches Niveau erreichen könne. Zuletzt hatte Phoenix gegen Paderborn und Schwenningen jeweils deftige Niederlagen kassiert, zu denen Seidel sagte: „Unter normalen Rahmenbedingungen liegen keine 30 Punkte zwischen uns und diesen Teams.“

“Spieler nicht verheizen“

Die Absage des Karlsruhe-Spiels sei zum Schutz der Spieler erfolgt, um sie gesundheitlich nicht zu verheizen und um Langzeitschäden zu vermeiden.

Gleichzeitig begrüßte Seidel, dass der harte Lockdown nicht für den Profisport gelte. Allein bei Phoenix gebe es 17 Festangestellte, vier Minijobber und Dienstleister, die auf Aufträge des Clubs angewiesen seien: „Da hängen viele Schicksale dran.“

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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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