Jonas Erwig-Drüppel durfte zuletzt mit dem Wuppertaler SV zumindest ein sportliches Erfolgserlebnis feiern. Dafür hat der WSV andere Probleme. © Jochen Classen
Fussball und Basketball

Dorstener Profis erleben ein echtes Seuchenjahr

Dorstens und Schermbecks Profisportler erleben allesamt eine turbulente Saison 20/21. Das liegt natürlich auch an der Corona-Pandemie, aber längst nicht nur.

Ob Fußball oder Basketball – Dorstens Profisportler stehen mit ihren Teams weiß Gott nicht so da, wie sie es gerne hätten.

Allen voran droht Joshua Bitter und Max Jansen mit dem MSV Duisburg in der 3. Liga der Abstieg in die Fußball-Regionalliga West. Mit 18 Punkten aus 19 Spielen dümpeln die Zebras weiter auf dem vorletzten Tabellenplatz vor sich hin. Zuletzt vergaben sie mit dem 1:2 im Kellerduell gegen Magdeburg einen echten Big Point.

Der Duisburger Vorstand versucht natürlich alles, um gegenzusteuern. So gelang es zunächst einmal, durch eine Kapitalerhöhung von Ausrüstungspartner Capelli, der damit seine Kommanditanteile am MSV erhöhte, sowie den Verkauf von 4000 Unterstützer-Dauerkarten die wirtschaftlichen Auflagen des DFB für die Nachlizenzierung für die Saison 20/21 zu erfüllen.

Konkurrenz für Max Jansen

Auch auf dem Transfermarkt war der MSV aktiv. Mit der Ausleihe von Federico Palacios (Jahn Regensburg) und der Verpflichtung des ablösefreien Marlon Frey (SV Sandhausen) verstärkten die Zebras ihr Mittelfeld. Eine Aktion, die der Dorstener Max Jansen, der zurzeit an Knieproblemen laboriert, aber mit gemischten Gefühlen sehen dürfte.

Am Samstag steht mit dem Heimspiel gegen Hansa Rostock (14 Uhr) die nächste schwere Aufgabe an. Doch egal wie der Gegner heißt – der MSV ist allmählich zum Punkten verdammt.

Etwas besser sieht es eine Liga tiefer für den Wuppertaler SV aus. Mit dem 1:0 bei RW Ahlen hat das Team des Schermbeckers Jonas Erwig-Drüppel die Abstiegsränge erst einmal verlassen und zudem ein Spiel weniger auf dem Konto als die Teams hinter ihm. Mit fünf Neuzugängen hat der WSV zudem im Winter kräftig nachgelegt.

Dafür rumort es aber im Verwaltungsrat des Vereins, der erst im Dezember seine Insolvenz abgewickelt hat. Von ruhigem Fahrwasser kann also vor dem Heimspiel gegen Lippstadt (Sa., 14 Uhr) auch an der Wupper keine Rede sein.

Nürnberg fehlt der Spielrhythmus

Last but not least versuchen die Basketballer der Nürnberg Falcons bislang vergeblich, in der 2. Liga Pro A auf einen grünen Zweig zu kommen. Die doppelte Corona-Unterbrechung der Saison steckt Moritz Sanders und Co. spürbar in den Knochen. Nächstes Spiel: Sonntag, 17 Uhr, zuhause gegen die Artland Dragons.

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Sportredaktion
Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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