Gibt es ein „Go“ und grünes Licht für „Gahlen 2022“? © Joachim Lücke
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Dortmund sagt Signal Iduna Cup ab – was macht der RV Lippe-Bruch Gahlen?

Der Dortmunder Signal Iduna Cup wurde am Dienstag wegen Corona abgesagt. Was bedeutet das für das große Hallenturnier des Reitervereins Lippe-Bruch Gahlen Anfang Januar?

Es sollte einen neuen Abschnitt in der Geschichte des traditionsreichen Internationalen Hallen-Reitturniers in den Dortmunder Westfalenhallen werden. Stattdessen sahen sich die Veranstalter des Signal Iduna Cups am Dienstag gezwungen, das für den 9. bis 12. Dezember geplante Turnier abzusagen.

Im März 2020 war die letzte Auflage des Cups mitten im Turnier wegen Verfügungen der Stadt Dortmund abgebrochen worden. Ein Szenario, das die Veranstalter in diesem Jahr auf jeden Fall vermeiden wollten. Die aktuelle Entwicklung der Corona-Pandemie mit steigenden Inzidenzen lasse aber keine sichere Planung für die Zuschauerwerbung sowie für Logistik und Ablauf des Turniers zu, heißt es in der Pressemitteilung der Escon Marketing GmbH und der Westfalenhalle GmbH. Deshalb habe man sich schweren Herzens zur Absage entschlossen.

Knapp einen Monat nach dem Dortmunder Turnier, nämlich vom 6. bis 9. Januar 2022, ist das große Hallenspringturnier des Reitervereins Lippe-Bruch Gahlen angesetzt. Was bedeutet die Absage des Signal Iduna Cups für „Gahlen 2022“? Wie wirkt sich die Corona-Lage auf die Planungen des RV Lippe-Bruch aus?

Christiane Rittmann bleibt zuversichtlich

„Wir planen zunächst so weiter, als wenn das Turner stattfinden kann“, erklärte Vereinsvorsitzende Christiane Rittmann auf Nachfrage unserer Redaktion am Mittwoch. „Was uns erwartet“, so Rittmann weiter, „können wir zum jetzigen Zeitpunkt natürlich nicht sagen.“ Eine Entscheidung sei wohl erst in einigen Wochen möglich: „Das wird von der Entwicklung der Zahlen, den Entscheidungen der Politik und den dann geltenden Vorschriften abhängen.“

Christiane Rittmann
Vorsitzende Christiane Rittmann ist weiterhin optimistisch. © Andreas Leistner © Andreas Leistner

Beim Ponyfestival Ende Oktober konnte der RV Lippe-Bruch zwar Erkenntnisse sammeln, wie Einlasskontrollen bei einem Turnier aussehen können. Es galt 3G, und die Besucher erhielten Tagesbändchen. „Aber ,Gahlen 22‘ ist natürlich eine ganz andere Dimension mit viel mehr Besuchern“, stellt Christiane Rittmann fest.

Die steigende Brisanz der Corona-Frage trifft die Gahlener natürlich zur Unzeit. Die Vorfreude auf das Großturnier war und ist nach dessen Absage in diesem Jahr groß. Gerade erst war es dem Verein gelungen, einen neuen Hauptsponsor zu finden, nachdem die Automobilgruppe Köpper ihr Marketingkonzept umgestellt hat. Christiane Rittmann lässt sich den Optimismus aber nicht nehmen: „Ich denke gerne positiv, genau wie der ganze Verein.“

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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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