Bundestrainer Otto Becker freut sich, dass in diesem Jahr doch noch Deutsche Meisterschaften der Springreiter ausgerichtet werden können. © dpa
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Ein Dorstener reitet um den DM-Titel mit

In der Startliste der Deutschen Meisterschaft der Springreiter findet sich an diesem Wochenende in Riesenbeck auch ein Dorstener Name wieder.

Der junge Mann hat beim ZRFV Dorsten Reiten gelernt und gehört nun zu den viel versprechenden Talenten der deutschen Reitszene. Auf der Anlage im Ovelgünne hat er das Rüstzeug für seine Karriere mit auf den Weg bekommen.

Christopher Kläsener startet hier mit Zippit beim CHIO in Aachen. Auch eine Fröndenberger Reiterin möchte das Start-Ticket lösen. © dpa © dpa

„Reitlehrer Werner Lochthowe hat mir eine Menge beigebracht, und ich kann mich auch an die vielen Kreismeisterschaften erinnern“, erzählt Christopher Kläsener.

Schnell stand sein Entschluss fest, das Reiten zum Beruf zu machen. In Rhede machte er seine Ausbildung zum Pferdewirt. Von dort ging es für ein Jahr zu Paul Schockemöhle, gefolgt von zwei Jahren bei Peelbergen (NL). Nach drei Jahren bei Marco Kutscher in Bad Essen war es Zeit, sich einen Traum zu erfüllen. „Ich wollte schon immer selbstständig sein, und im Sommer habe ich die Chance genutzt.“

Bei Rene Tebbel als Ausbilder tätig

Christopher Kläsener ist seit Langem mit Justine Tebbel liiert. Sein Schwiegervater in spe bot ihm an, einige Stallboxen auf seinem Hof in Emsbüren zu mieten. „Ich bilde dort nun drei Pferde von Rene und sieben externe aus.“ Mit dabei auch Classic Man, mit dem Kläsener am Freitag bei der DM in Riesenbeck startete: „Der Besitzer ist auf mich aufmerksam geworden, weil er von meinem Wechsel nach Emsbüren gelesen hatte.“ Seit August reitet er den 15-Jährigen westfälischen Wallach und gewann seitdem mit ihm einige Große Preise.

Fehler am letzten Hindernis

Auch beim ersten Start in Riesenbeck lief es lange sehr gut, doch am letzten Sprung fiel ein Hindernis. Somit wurde Kläsener 26. in einem Feld von 60 Startern. Die Hoffnungen auf das Finale hat der 26-Jährige aber noch nicht aufgegeben: „Das Feld liegt sehr eng beisammen, und es gab nicht so viele Nuller-Ritte. Wenn ich am Sonntagmorgen in dem Springen um 11.30 Uhr gut abschneide, könnte ich mich immer noch für das Finale der besten zwölf qualifizieren.“

Christopher Kläsener fehlen die Zuschauer

Die Stimmung in der komfortablen Sprunghalle war für Kläsener mehr als gewöhnungsbedürftig: „Ich habe in der Corona-Zeit schon einige Turniere geritten. Es ist aber immer noch komisch, in so einer Atmosphäre zu reiten. Die Zuschauer fehlen mir sehr.“

Der Springreiter hat mit seinen Erfolgen in den letzten Jahren schon für einiges Aufsehen gesorgt, und Experten prophezeiten ihm eine steile Karriere. Dafür muss man bei der Konkurrenz in Deutschland aber hart arbeiten: „Classic Man ist gesund und wird wohl auch noch im kommenden Jahr Große Preise reiten können. Einige der jungen Pferde haben auch das Zeug dazu.“

Ahaus, Heek und Legden am Abend

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