Torhüter Marvin Radüchel (M.) spielte bei der Verpflichtung des neuen Führungsspielers von RW Deuten eine wichtige Rolle. © Joachim Lücke
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Führungsspieler und Torjäger: RW Deutens Star-Neuzugang schlug blendend ein

RW Deuten ist nach dem Aufstieg in die Westfalenliga nicht mit prall gefülltem Portemonnaie durch die Lande gezogen. Einen dicken Fisch gab‘s trotzdem.

Bei der Suche nach Verstärkungen machte Westfalenliga-Aufsteiger Rot-Weiß Deuten im Sommer einen guten Fang.

Dennis Drepper, RW Deuten
Dennis Drepper (l.) hat die Erwartungen in Deuten bislang vollauf erfüllt. Er ist Führungsspieler und mit vier Treffern erfolgreichster Torschütze. © Joachim Lücke © Joachim Lücke

Mit Dennis Drepper holten der Vorstand sowie das Trainerduo Markus Falkenstein und Marek Swiatkowski einen Spieler mit langjähriger Oberliga-Erfahrung an den Bahndamm.

Es war allerdings ein Zusammentreffen glücklicher Umstände, dass Dennis Drepper nun das Trikot der Rot-Weißen trägt. In den letzten beiden Jahren spielte der heute 25-Jährige beim Oberligisten TuS Ennepetal: „Ich wohne in Kirchhellen, und das bedeutete jeweils eine Stunde Hin- und Rückfahrt zum Training und zu den Spielen. Da ich eine anspruchsvolle Stelle bei einer Werbeagentur in Duisburg habe, passten Beruf und Hobby nicht mehr ganz unter einen Hut.“

Vor seiner Zeit am Rande des Sauerlands spielte er für den TuS Haltern, mit dem er von der Landes- bis in die Oberliga aufstieg. Seine Senioren-Karriere begann er als 17-Jähriger in der Bezirksliga beim SV Drensteinfurt.

Der Wechsel nach Deuten hatte aber auch durchaus eine persönliche Komponente: „Ich kannte Torhüter Marvin Radüchel und ein paar andere Spieler aus Haltern. Das hat es noch einfacher gemacht, nach Deuten zu gehen.“

Drepper lobt RW Deuten als gut organisierten Verein

Der Club kokettiert oft damit, ein Dorfverein zu sein, der die Westfalenliga als Abenteuer sieht. Damit stellen die Rot-Weißen aber ihr Licht unter den Scheffel, so Drepper: „Das ist schon alles sehr gut organisiert in Deuten. Das Clubheim und die beiden Plätze brauchen sich vor anderen Anlagen sicher nicht zu verstecken.“ Allerdings hat der Stürmer auch Dinge entdeckt, die er sonst nur von unteren Ligen kennt: „Der Zusammenhalt in dem Team ist enorm, und man setzt auch auf Gemütlichkeit. Da wird schon mal nach dem Spiel eine Kiste Bier getrunken, das hat es in Haltern oder Ennepetal so nicht gegeben.“

Deutens Altersschnitt ist sehr niedrig

Drepper ist aber nicht zum Biertrinken nach Deuten gewechselt, sondern will dort ordentlich Fußball spielen. Für ihn war es selbstverständlich, dass er eine Führungsrolle einnimmt: „Es ist eine spannende Aufgabe, die jüngeren Spieler zu führen. Wir haben ja einen niedrigen Altersschnitt. Alle, die bei uns zu den Älteren gehören, wären in Ennepetal und Haltern noch Nachwuchsspieler gewesen.“

Seine Führungsrolle unterstreicht er mit guten Leistungen, denn in den sechs Saisonspielen hat er schon vier Tore geschossen. Der Neu-Deutener war immer sicher, dass seine Mannschaft ihren Weg in der Westfalenliga machen würde. Selbst die missratene Vorbereitung hat ihn nicht entmutigt: „Die Trainer hatten eine Idee, wie sie Fußball spielen wollten. Diese Idee haben sie auch nicht verworfen, als wir einige Testspiele deutlich verloren. Jetzt zeigt sich, dass das der richtige Weg war.“ Von den bisherigen neun Spielen gewannen die Deutener sieben und verloren erst zwei.

Dennis Dreppers Hund muss mit

In der Corona-Pause hält sich Dennis Drepper an den Trainingsplan, den die Trainer ihm mit auf den Weg gegeben haben. Bei seinen Läufen ist er aber nicht ganz alleine: „Mein Hund schaut mich immer skeptisch an, wenn ich den Jogging-Anzug anziehe. Der muss aber mit, ob er will oder nicht.“

Wenn es dann mit der Saison wieder los geht, hofft er natürlich auf eine Fortsetzung des guten Starts: „Es wäre toll, wenn wir weiter so eine gute Rolle spielen könnten. Ziele will ich aber nicht unbedingt formulieren. Ich wäre froh, wenn es überhaupt weitergeht.“

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