Vor der Pause durfte bei Grün-Weiß Barkenberg nur Marvin Pulver (r.) einen Torerfolg bejubeln. Im zweiten Durchgang trafen dann auch Albinat Packolli (l.) und Dennis Okonla (M.) noch gegen den FC Rot-Weiss Dorsten. © Joachim Lücke
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GW Barkenberg schießt RW Dorsten ab – und zeigt noch nicht einmal alles

Grün-Weiß Barkenberg ist in dieser Saison kein normaler B-Ligist. Das bekam im Kreispokal jetzt der FC Rot-Weiss Dorsten zu spüren. Lesen Sie alles dazu und zu den übrigen Spielen der heimischen Clubs.

Kreispokal 2. Runde

TuS Velen – SV Hardt 0:5

Eine Halbzeit lang taten sich die Hardter beim A-Ligisten Velen sehr schwer und mussten sich bei Torhüter Louis Krietemeyer bedanken, dass es nicht 2:0 für den Außenseiter stand.

„Wir hatten eine Zweikampfquote von 20 Prozent. Das reicht auch gegen einen A-Ligisten nicht“, klagte Trainer Marc Gebler.

Nach dem Seitenwechsel lief es dann besser. Die Hardter zeigten viel mehr Biss und Präsenz, und mit dem schnellen 0:1 durch Lukas Dericks (49.) war der Velener Widerstand dann auch gebrochen. Den Gastgebern gingen zunehmend die Kräfte aus, und die Hardter kamen durch einen lupenreinen Hattrick von Artur Fell (58., 64., 75.) sowie Alexander Brefort (88.) noch zu einem standesgemäßen Ergebnis.

GW Barkenberg – FC RW Dorsten 9:3

Dorstens Trainer Dirk Cholewinski war maßlos enttäuscht: „Ich habe noch gewarnt, dass Barkenberg kein normaler B-Ligist ist. Aber offenbar war das Feiern am Vorabend wichtiger für viele meiner Spieler.“

Dabei hieß es zur Pause nur 1:0 für die Gastgeber, nachdem Marvin Pulver in der 13. Minute getroffen hatte. Laut wurde in der Halbzeitpause aber Barkenbergs Trainer Frank Hofmann. Denn seine Spieler ließen allzu oft die nötige Konzentration vermissen. Höhepunkt war eine Szene in der 44. Minute, als Kujtim Arifaj und Dennis Grunz eine Riesenchance zum 2:0 gar zu lässig vergaben.

Doch die Grün-Weißen nahmen sich Hofmanns Halbzeitpredigt offenbar zu Herzen. Nur vier Minuten nach dem Seitenwechsel wurde Grunz im Strafraum gefoult, und Albinat Packolli verwandelte den fälligen Elfmeter zum 2:0.

GW Barkenberg - FC RW Dorsten
Dorstens Dirk Berger (l.) und Barkenbergs Dennis Okonla (r.) im Mittelfeldduell. © Joachim Lück © Joachim Lück

In der folgenden Viertelstunde zeigte Barkenberg, was es kann. Packolli (53.), Arifaj (58.) und ein Eigentor von Niklas Gandlau (62.) ließen das Ergebnis in die Höhe schnellen, während sich Rot-Weiß in dieser Phase aufzugeben schien.

Als Barkenberg nach einigen Wechseln Ordnung und Konsequenz verlor, sorgten Igor Gajewski (66., 78.) und Dirk Berger (72.) für etwas Balsam auf der FC-Seele. Doch in der Schlussphase zog Barkenberg noch einmal an, und Packolli (84.), Arifaj (88.) und Dennis Okonla (89.) ließen Barkenbergs Fans jubeln und das zehnte Tor fordern.

In Runde drei steht der B-Ligist nun kommenden Sonntag vor einer größeren Herausforderung. Dann heißt der Gegner BVH Dorsten.

TuS Gahlen – Viktoria Heiden 1:10

Die ersatzgeschwächten Gahlener konnten das Heidener 1:0 (18.) noch durch Kevin Vengels ausgleichen (38.). Doch dann fing sich der TuS noch vor der Pause zwei weitere vermeidbare Gegentreffer (44., 45.) – der Knackpunkt.

In Halbzeit zwei fehlte in der durch Spieler der Zweiten ergänzten Gahlener Elf die Abstimmung und Heiden erwies sich bei seinen Kontern eiskalt. Die weiteren Treffer fielen in der 48., 63., 65., 67., 85., 88. und 94. Spielminute.

TuS Gahlen - Viktoria Heiden
Fabrice Werner (l.) und der TuS Gahlen kamen gegen Viktoria Heiden mächtig unter die Räder. © Joachim Lücke © Joachim Lücke

SV Illerhusen – TSV Raesfeld 2:4

Der TSV tat sich schwerer als in den letzten Spielen. Die Quittung: „Illerhusen kommt in der ersten Halbzeit einmal vors Tor und macht prompt das 1:0“, sagte Raesfelds Trainer Christian Gabmaier zur Pausenführung der Gastgeber.

Im zweiten Durchgang fand sein Team dann aber zu gewohnter Form. Ein Flugkopfball von Christoph Platzek sowie ein Foulelfmeter und ein weiterer Treffer von Mario Brockmann drehten das Ergebnis.

Der Sieg war das aber noch nicht, denn auch bei seinem zweiten echten Angriff kam der SV Illerhusen zu einem Tor und damit zum Anschlusstreffer. Erst das 4:2 des eingewechselten Christopher Schütt sorgte für die Entscheidung.

SSV Rhade – SG Borken 0:4

40 Sekunden dauerte es, dann war der Rhader Plan, möglichst lange die Null zu halten, über den Haufen geworfen. Als die Rhader dann in Unterzahl den Ball nicht ins Aus spielten, um einen Verletzten zu ersetzen, nutzte Borken das zum zweiten Gegentreffer (24.). Zur Pause hieß es bereits 0:3 (37.).

Schon in der ersten Halbzeit hätte der SSV bei einigen Kontern selbst einen Treffer erzielen können, spielte diese Gelegenheiten aber genau wie im zweiten Durchgang nicht clever genug aus. Stattdessen fiel noch das vierte Tor der Gäste (68.).

Rhades Trainer Martin Trockel ärgerte sich aber nicht übers Ergebnis, sondern über die Verletzungen von Marco Frerick (Knie) und Dennis Heidtmann (Sprunggelenk).

Sickingmühler SV – BVH Dorsten0:6

Anders als der SSV Rhade durfte sich der BVH darüber freuen, dass sein Plan für dieses Spiel aufging: Schon nach acht Minuten gelang Nico Winter das 1:0, und spätestens nach dem 2:0 durch den nächsten Winter-Treffer (23.) konnten die Holsterhausener „einen Gang runter schalten und das Ganze spielerisch lösen“, wie Trainer Daniel Schikora meinte.

An der Überlegenheit des BVH änderte das nichts. Daniel Hennebach (36.) und Danny Lützner (44.) trafen noch vor der Pause, nach dem Seitenwechsel waren Arjan Etemi (75.) und Sam Melenberg (89.) erfolgreich.

„Jetzt“, so Daniel Schikora, „freuen wir uns auf Grün-Weiß Barkenberg.“

SV Westerholt – SuS Hervest 4:6n.E.

Nach einer katastrophalen ersten Halbzeit lagen die Hervester schon 1:3 zurück. „Mit drei Fehlern haben wir Westerholt zur 3:0-Führung eingeladen“, berichtete Trainer Alesandro Roccaro. Von den zahlreichen eigenen Chancen konnte zudem nur Ahmet Yesilmen eine zum 1:3 nutzen.

Eine intensive Halbzeitansprache und einige Umstellungen brachten dann nach der Pause die Wende. Jabeur Abdelmoula und Seyfettin Yesilmen sicherten das Elfmeterschießen, und dort avancierte Torwart Florian Kalinowski mit zwei gehaltenen Strafstößen zum großen Rückhalt seines Teams. Beim entscheidenden Hervester Elfmeter behielt Dustin Kasperek die Nerven. Davor trafen Kevin Bojahr und Florian Wartenberg.

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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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