Gibt es im Fußballkreis Recklinghausen bald einen Lockdown? Das nächste Wochenende könnte die Entscheidung bringen. © Andreas Leistner
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Machen auch die Fußballer jetzt Corona-Pause?

NRWs Basketballer haben am Dienstag die Verschiebung des Saisonstarts beschlossen. Ziehen die Fußballer im Kreis Recklinghausen jetzt nach? Am Dienstagabend tagte der Vorstand.

Am vergangenen Wochenende erreichte die Zahl der Spielausfälle wegen Corona im Fußballkreis Recklinghausen einen neuen Höchststand. „Mittlerweile liegen wir bei den Senioren bei 40 ausgefallenen Spielen“, erklärte Kreisvorsitzender Hans-Otto Matthey am Mittwoch im Gespräch mit unserer Redaktion. Bei der Jugend sei inzwischen sogar eine Quote von 35 Prozent ausgefallener Spiele erreicht.

Für den Kreisvorstand stehe deshalb fest: „Spätestens, wenn am nächsten Wochenende wieder ähnliche Zahlen erreicht werden, werden wir den Spielbetrieb im Kreis Recklinghausen aussetzen.“ Möglicherweise fällt diese Entscheidung sogar schon früher, denn am Donnerstagabend tagt die Ständige Konferenz des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW), an der unter anderem auch die Vorsitzenden sämtlicher Fußballkreise teilnehmen. Einziges Thema: der Spielbetrieb in Westfalen.

“Gut möglich, dass die Mehrheit schon da für eine Unterbrechung der Saison stimmt. Dem würde sich der Verband dann sicher auch nicht verschließen“, glaubt Hans-Otto Matthey. Doch die Entscheidung des Kreises Recklinghausen falle unabhängig von der des Verbandes: „Wir haben die Kreishoheit. Der Verband ist für die überkreislichen Spiele zuständig.“ Wenn die Zahlen am Wochenende es notwendig machten, werde Recklinghausen den Spielbetrieb einstellen. „Aber natürlich“, so Matthey, „in Abstimmung mit dem Verband.“

Der Kreisvorstand hofft in dem Fall, den Spielbetrieb im Januar wieder aufnehmen zu können. „In den letzten zwei Jahren hätte das Wetter das auf jeden Fall zugelassen“, sagt der Kreisvorsitzende. Bis zum angesetzten Saisonende am 30. Juni sei die erforderliche Mindestzahl von 50 Prozent aller Spiele für die Wertung der Saison dann erreichbar. Vorrang hätten dann im Januar zunächst die Nachholspiele: „Wir haben schon Vereine mit vier, fünf Nachholpartien. Da ist die Chancengleichheit nicht mehr gewährleistet.“

Im Moment gehe es angesichts der Gefährdungslage für die Beteiligten aber vor allem darum, sich verantwortungsvoll zu verhalten.

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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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