Das Schermbecker Trainerteam mit Sleiman Salha (o.l.), Richard Weber (2.l.o.) und Christopher Pache (o.r.) stellte die Neuzugänge Jan Bachmann, Yannick Schering, Nico Pakowski, Paul Stieber und Timur Karagülmez (o.v.l.) sowie Marvin Tenbült, Enes Schick, Alexander Geraedts, Alexander Schlüter und Rafael Hester (u.v.l.) vor. © Ralf Pieper
Fussball

Mit Video: SV Schermbeck ist attraktiv und sexy

In den letzten Wochen hat der SV Schermbeck mit zahlreichen hochkarätigen Neuverpflichtungen von sich reden gemacht. Am Sonntagmorgen stellte der Oberligist seinen Kader den Fans vor.

Bis auf drei entschuldigte Spieler waren alle Fußballer anwesend, und die Fans konnten einen ersten Eindruck gewinnen, wer ab Ende August für den SV Schermbeck auflaufen wird.

Auch wenn Trainer Sleiman Salha seine Mannschaft schon ein paar Mal gesehen hat, geht er noch nicht ans Eingemachte: „Nach so vielen Monaten ohne Fußball müssen wir fast bei Null anfangen. Es geht erst einmal darum, dass die Jungs sich wieder mit dem Ball anfreunden. Auch in Sachen Spielverständnis kann man von der Mannschaft noch nicht viel erwarten. Wenn wir zu schnell mit den Krafteinheiten beginnen, besteht außerdem die Gefahr, dass es zu muskulären Verletzungen kommt.“

Die Schermbecker trainieren in den kommenden Wochen fast täglich und streuen das eine oder andere anspruchsvolle Testspiel ein. Vom 23. bis zum 25. Juli reist der SV Schermbeck in ein Trainingslager nach Aurich und bestreitet dort auch ein Test-Match gegen den Oberligisten Kickers Emden.

Ein Stürmer soll noch kommen

Auch wenn der Trainingsplatz am Sonntag schon sehr voll war, ist die Kaderplanung der Schermbecker noch nicht abgeschlossen. Sleiman Salha hat noch eine vakante Stelle: „Wir wollen noch einen Stürmer verpflichten. Die Gespräche laufen, und wir hoffen, dass wir bis zum Wochenende Vollzug melden können.“

Die Kaderplanung gestaltete sich in diesem Jahr etwas komplizierter als sonst. Wegen der Corona-Einschränkungen konnte der Sportliche Leiter Cem Kara nicht durch die Gegend reisen und Spieler beobachten. Kara berichtet: „Die Gespräche mit Neuzugängen haben sich immer über drei oder vier Monate hingezogen. Teilweise hatten die Kandidaten auch Gespräche mit anderen Clubs, und so zogen sich die Verhandlungen sehr lange hin.“ Am Ende konnte Cem Kara seine Wunschspieler aber mit dem sportlichen Konzept überzeugen: „Natürlich hat auch die stark verbesserte Infrastruktur eine Rolle gespielt. Dadurch ist Schermbeck attraktiv und sexy geworden. Vielleicht schaffen wir es auch einmal, in die Regionalliga aufzusteigen.“

Karagülmez hat sich schon gut eingelebt

Einer der Neuzugänge ist Timur Karagülmez. Der 33-jährige Offensivspieler hat in der letzten Saison für den FC Bocholt in der Oberliga-Nordrhein viele Tore geschossen und vorbereitet. In seiner langen Karriere war er auch einige Jahre in der zweiten und dritten türkischen Liga als Profi unterwegs. Schon nach einer Woche beim SV Schermbeck sagt er: „Ich habe mich hier schon gut eingelebt. Das liegt auch daran dass ich mit Alexander Schlüter und auch Fatmir Ferati schon zusammengespielt habe.“

Am liebsten würde er beim SVS in seiner Lieblingsposition spielen: „Ich spiele sehr gerne mit viel Freiraum hinter den Spitzen und bin auch dann immer sehr torgefährlich. Ich werde aber dort spielen, wo der Trainer mich aufstellt, denn offensiv kann ich auf jeder Position für Impulse sorgen.“ Karagülmez weiß aus seiner langen Karriere: „Es ist wichtig, dass wir gut aus den Startlöchern kommen. Daher ist es auch gut, dass wir viele Freundschaftsspiele bestreiten.“

Der neue Modus der Oberliga gefällt Sleiman Salha nicht. Es wird eine Einfachrunde gespielt, und die obere Hälfte spielt um den Aufstieg, die andere gegen den Abstieg. Salha sagt: „Wenn wir gegen meine Top-Favoriten Wattenscheid, Siegen und Gütersloh auswärts antreten müssten, wäre das ein großer Nachteil.“

SVS spielt ausschließlich auf Kunstrasen

Die Schermbecker werden ihre Spiele ausnahmslos auf dem Kunstrasen absolvieren.Der Naturrasen kommt für ihn nicht als Spielort in Frage: „Der Platz ist alt und holprig. Da ist jedes Anspiel mit Risiko behaftet. Das hat uns auch schon in der letzten Saison Punkte gekostet.“ Eine Rückkehr ins Stadion hält er erst 2022 für wahrscheinlich: „Dann bekommen wir einen neuen Rasenplatz, der Oberliga-Niveau haben wird.“

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