Von seinem Wohnort Dorsten wechselt Oliver Wieck (l.), hier mit Michael Schüpmann beim SV Heek, zurück in den Fußballkreis Ahaus/Coesfeld. © Sascha Keirat
Fussball

Oliver Wieck tritt einen neuen Trainerjob an

Einst trainierte Oliver Wieck die Fußballer der DJK Stadtlohn und auch erfolgreich die des SV Heek. Nun hat der 53-Jährige eine neue Herausforderung gefunden. Im kommenden Sommer geht‘s los.

Ein paar bekannte Gesichter gibt es noch. Oliver Abel zum Beispiel, oder Timo Fedder, der damals gerade auf dem Sprung von der A-Jugend in die erste Mannschaft war. Und natürlich Thomas Uppenkamp, einst sein Spieler, jetzt Geschäftsführer bei SW Holtwick und derjenige, der den Kontakt hergestellt hat.

„Das war eine tolle Zeit“, denkt Oliver Wieck zurück. „Deshalb packe ich das gerne wieder an.“ Ein Comeback nach neun Jahren – im nächsten Sommer übernimmt der 53-Jährige beim A-Ligisten die Nachfolge von Mario Beeke.

Wieck, der sich selbst als „fußballbekloppt“ bezeichnet und viel erlebt hat in seiner langen Trainerlaufbahn, wird zum Wiederholungstäter und kehrt zum Club zurück, für den er schon einmal gearbeitet hat. Von 2010 bis 2012 war das, und nicht nur er hat diese beiden Jahre in guter Erinnerung behalten. „Damals ging es erst einmal darum, den Klassenerhalt zu schaffen“, erzählt er.

Mit Platz neun gelang das souverän, und in der folgenden Spielzeit 2011/12 führte er die Holtwicker sogar auf Rang vier, ehe er die Verantwortung an Frank Stening übergab und weiterzog zum damaligen Landesligisten DJK Coesfeld, wo allerdings schon nach acht Spieltagen Schluss war. „Die Konstellation passte da nicht“, gibt er zu. „Auch diese Erfahrung muss man als Trainer mal machen.“

Erfahrung, das ist das Zauberwort. Denn nach genau so einem Kandidaten haben die SW-Verantwortlichen gesucht. „Einer, der diese Erfahrung mitbringt und Autorität“, erklärt Thomas Uppenkamp, der gemeinsam mit dem Vorsitzenden Christian Flenker und Sozialwart Daniel Gemen die Gespräche geführt hat.

„Er hat ein großes taktisches Verständnis“

Nicht nur diese Eigenschaften passten auf Oliver Wieck: „Er hat ein großes taktisches Verständnis und kann gerade auch die jungen Spieler führen.“ Und dann ist da diese bedingungslose Begeisterung für den Fußball, die Uppenkamp damals wie heute an dem 53-Jährigen begeistert. Es mache einfach Spaß, mit ihm über Fußball zu sprechen.

Den Spaß will Wieck vermitteln, aber auch für Erfolg sorgen. „Aktuell dümpelt die Mannschaft etwas vor sich hin“, sagt er mit Blick auf den durchwachsenen Saisonstart der Schwarz-Weißen. „Dabei gehört der Verein ins obere Drittel.“ Aufbruchsstimmung will der Dorstener erzeugen, der zuletzt die U 19 des Oberligisten SV Schermbeck trainiert hat, aktuell bei seinem Stammverein SV Dorsten-Hardt, konkret bei der JSG Dorsten/Hardt, als Jugendkoordinator verantwortlich ist, zudem dort die C-Jugend übernommen hat und als Trainer des DFB-Stützpunktes in Hochmoor tätig ist.

Diese Tätigkeit seien durch das neue Engagement in Holtwick nicht beeinträchtigt, versicherte Wieck am Freitag im Gespräch mit unserer Redaktion: „Das Jugendtraining findet ja früher statt, und meine Aufgabe bei der JSG ist es ja, den Trainern über die Schulter zu schauen und Hilfestellung zu geben.“

Im Sommer geht es zurück in den Seniorenbereich, wieder in die Kreisliga A, wobei er die Ligazugehörigkeit gar nicht in den Mittelpunkt stellen will: „Entscheidend ist doch, dass da Jungs sind, mit denen ich etwas entwickeln kann.“ Den Aufwand trägt er gerne. Da seine Frau in der Altenpflege tätig sei, könne von ruhigen Wochenenden ohnehin nicht gesprochen werden. Und maximal 30 Minuten Fahrtzeit seien es von Dorsten, also vertretbar.

Die wird Oliver Wieck schon im Frühjahr häufiger antreten, um sein künftiges Team unter die Lupe zu nehmen. „Auch die A-Jugend werde ich mir natürlich ansehen“, kündigt er an. Perfekt vorbereitet sein will er auf seine Aufgabe bei SW Holtwick, die er zum zweiten Mal angeht. Nicht üblich, aber manchmal eine gute Sache. „Ich habe meine erste Frau auch Jahre später zum zweiten Mal geheiratet“, sagt er mit einem Augenzwinkern. „Wenn es so passt, ist es doch gut.“

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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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