Basketball-Trainer Franjo Lukenda und die BG Dorsten können aufatmen. © Joachim Lücke
Basketball

Paukenschlag in der Regionalliga West: Vorletzter könnte Meister werden

Das Präsidium des Westdeutschen Basketballverbandes hat den Fahrplan für die weitere Saison bekanntgegeben. Sowohl der BSV Wulfen als auch die BG Dorsten können erleichtert sein.

Das Präsidium des Westdeutschen Basketballverbandes (WBV) ist zu einer Entscheidung bezüglich des Fahrplans der Restsaison gekommen: Der BSV Wulfen und die BG Dorsten dürfen sich freuen.

Die Entscheidung des WBV wird für erleichterte Gesichter sowohl beim BSV Wulfen als auch bei der BG Dorsten sorgen: In der laufenden Spielzeit 2020/21 wird es keine Absteiger geben. Zudem wird die Saison in einer Einfachrunde ausgetragen. Das bedeutet, dass die Rückspiele entfallen.

Die Saison soll am 5. März 2021 aufgenommen werden. „Ob das am Ende so eintritt, wird man sehen“, sagt BSV-Vorsitzender Christoph Winck. Der Fahrplan steht aber erst einmal.

BG hat doppelten Grund zur Freude – Heimspiel im Derby

Die BG Dorsten hat sogar doppelten Grund zur Freude: Nicht nur kann der Tabellendrittletzte, der in der laufenden Spielzeit erst zwei Siege holte und fünf Pleiten kassierte, nicht mehr absteigen. Als einziges Team der Regionalliga West darf die BG auch sieben seiner zwölf Spiele zu Hause austragen. Anders hat der WBV das nicht mehr gelöst bekommen. Die BG Hagen spielt dafür fünfmal zu Hause und siebenmal auswärts.

Alle anderen Teams treten sechsmal auswärts und sechsmal zu Hause an. Das Derby gegen den BSV Wulfen dürfen die Dorstener ebenfalls in der heimischen Kia-Baumann-Arena austragen.

Der BSV Wulfen und die BG Dorsten könnten noch Meister werden

Auch der BSV darf sich freuen. Vier Spiele absolvierten die Wulfener bislang, von denen sie jedes verloren. In die restlichen acht Spiele kann der junge Wulfener Kader, momentan Tabellenletzter, also ohne Druck gehen – auch in der kommenden Saison wird der BSV in der 1. Regionalliga spielen.

Sofern er denn nicht Meister wird. Klingt nicht nur überraschend, ist es auch. Der WBV hat sich nämlich auch auf eine Playoff-Regel nach der Meisterschaftsrunde geeinigt. Demnach spielen die ersten zwölf um die Meisterschaft. Das bedeutet: Verlässt der BSV den letzten Rang, könnte er in der Theorie noch Meister werden.

Die ersten vier in der Tabelle sind nach dem Modell, das nun verabschiedet wurde, für das Viertelfinale der Playoffs gesetzt. Ihre vier Gegner werden in Duellen der Mannschaften zwischen Platz fünf und zwölf gesucht. Genauere Regelungen zu diesem Playoff-Modus möchte der WBV in der kommenden Woche bekanntgeben.

BG-Trainer Franjo Lukenda ist erfreut über den Fahrplan des WBV. „Der Verband hat das Beste aus der Situation gemacht“, sagt er. Dadurch, dass es keine Absteiger gibt und danach Playoffs gespielt werden, werde den Teams Zeit gegeben, sich einzuspielen. „Das erhöht die sportliche Attraktivität der Spiele in der heißen Phase.“

Der Druck ist vom Kessel

Außerdem sei es für die Gesundheit der Spieler förderlich, dass die Alles-oder-Nichts-Spiele um den Abstieg entfallen. „Spieler mit leichter Symptomatik sollen zu Hause bleiben. Nun stelle man sich aber vor, am letzten Spieltag hat ein Spieler des Letzten Symptome“, erklärt der BG-Trainer. Der Verein könnte auf die Idee kommen, auf den Spieler zurückgreifen, um den Abstieg zu verhindern. Dieser Druck sei nun weg.

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