Seyfettin Yesilmen (l.) war der erste Hervester, der am Sonntag vorzeitig den Platz verlassen musste. Jetzt will der Verein Protest gegen die Wertung des Spiels gegen Barkenberg einlegen. © Joachim Lücke
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Protest gegen Spielwertung – SuS Hervest-Dorsten will aktiv werden

Die Partie zwischen SuS Hervest-Dorsten und Grün-Weiß Barkenberg wird ein Nachspiel haben. Die Hervester haben Protest gegen die Spielwertung angekündigt.

SuS Hervests Trainer Alesandro Roccaro war nach dem Spiel gegen Barkenberg am Sonntag auf 180: „Ich habe noch nie erlebt, dass man so benachteiligt wird“, schimpfte er über den Schiedsrichter.

Der müsse aus der B-Liga entfernt werden, meinte Roccaro: „Dafür hat er gar keine Lizenz. So ein Mann darf für ein solches Spiel wie dieses gar nicht angesetzt werden.“

Am Tag nach dem Spiel richtet sich der offizielle Protest der Hervester aber nur indirekt gegen den Unparteiischen. Was der SuS-Vorstand erreichen will, ist eine Rücknahme der Spielwertung.

Werner Kalinowski, 2. Vorsitzender des Vereins, der den Protest am Montag formulierte, macht diesen an drei Punkten fest: „Erstens hat der Unparteiische die Rote Karte gegen Barkenbergs Torwart zurückgenommen, weil der bei seinem Foul angeblich nicht letzter Mann gewesen sei. Das war er aber.“

Zweiter Fixpunkt des Hervester Protests: die Gelb-Rote Karte gegen den Hervester Emre Cetin beim Stand von 1:2. „Beim Verfassen des Spielberichts hat der Schiedsrichter zugegeben, dass er den Spieler mit dem gelbverwarnten Kevin Bojahr verwechselt habe“, sagt Werner Kalinowski, „Bojahr war aber da gar nicht mehr auf dem Platz. Und Emre Cetin hat uns für den Rest des Spiels gefehlt.“

Als dritten Punkt ihres Protests führen die Hervester schließlich an, dass die vom Platz gestellten Spieler beiden beteiligten Teams in den kommenden Partien fehlen werden. Gegen weitere Einsätze des Schiedsrichters von Sonntag in der B-Liga sprechen sich die Hervester in ihrem Protestschreiben nicht aus. „Wir senden die Mail aber in Kopie auch an Kreisschiedsrichterwart Harald Woller“, sagte Werner Kalinowski im Gespräch mit unserer Redaktion: „Die Herren können sich dann selbst ein Bild machen, ob dieser Schiedsrichter noch tragbar ist.“

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Andreas Leistner

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