Trainer Markus Falkenstein (v.l.), Vorsitzender Norbert Höing, Spieler Dennis Hubert, Norbert Späker, Torwart Marvin Radüchel und RW Deutens Sportlicher Leiter Mathias Deckers stehen hinter der gemeinsamen Entscheidung. © Niklas Berkel
Fussball

Rot-Weiß Deuten nimmt den Aufstieg an

Der SV Rot-Weiß Deuten spielt in der kommenden Saison in der Westfalenliga. Am Donnerstagabend entschieden Vorstand, Trainer und Mannschaft gemeinsam, den Aufstieg anzunehmen.

Damit gerechnet, womöglich in die Westfalenliga aufzusteigen, hatten Vorstand, Trainer und Mannschaft von Fußball-Landesligist RW Deuten nicht. Als Tabellenzweiter gingen sie von einer weiteren Landesliga-Saison aus. Deshalb brauchten sie Zeit, zu entscheiden. Und leicht gemacht hat sich der Verein die Entscheidung nicht.

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RW Deuten feiert den Landesliga-Aufstieg

Am Donnerstag kamen Vorstand, Trainer und Mannschaftsrat zusammen und diskutierten im Vereinsheim. Am Ende sagten alle gemeinsam, dass sie es versuchen wollen. RW Deuten spielt also kommende Saison Westfalenliga.

Für den kleinen Dorfverein ist das ein kaum für möglich gehaltener Erfolg. „Wir haben das gemeinsam mit Vorstand, Trainern und Mannschaft beschlossen“, sagt Deutens Sportlicher Leiter Mathias Deckers. „Wir wollen das zusammen angehen.“

“Chance ist größer als Herausforderung“

Dass das für Deuten keine leichte Aufgabe wird, dessen sind sich alle Beteiligten bewusst. Die Kaderplanung war auf die Landesliga zugeschnitten. „Das wird uns herausfordern“, weiß deshalb auch Deckers. Die Chance sei aber größer – und die wolle man wahrnehmen. Oder um es mit den Worten des Sportlichen Leiters zu sagen: „Wir gönnen uns die Westfalenliga. Wir nehmen das mit.“

“100 Prozent der Mannschaft wollen das“

Auch Trainer und Mannschaft wollten diesen Weg unbedingt gehen. Marvin Radüchel, Keeper und Teil des Mannschaftsrates der Rot-Weißen, sagt: „100 Prozent der Mannschaft wollen das. Jeder von uns will so hoch wie möglich Fußball spielen.“ Er vergleicht das Team mit dem kleinen gallischen Dorf der Bundesliga. „Wir sind, wenn man denn so will, der SC Freiburg der Liga. Wir gehen diese Aufgabe ganz ohne Druck an.“

Das sieht auch Markus Falkenstein so, der das Team zusammen mit Marek Swiatkowski in der kommenden Saison coachen wird: „Sportlich wird das eine Herausforderung für uns. Wir sind aber sicher, dass wir das schaffen werden.“

Unabhängig vom Saisonverlauf wollen die Deutener eines klarstellen. „Wir weichen nicht von unserem Weg ab“, so Deckers. Das bedeutet: Deuten wird auch in der kommenden Saison weiter auf junge Spieler aus der Umgebung setzen und versuchen offensiven, attraktiven Fußball zu spielen. „Wir werden weiterhin junge und talentierte Spieler in die Mannschaft integrieren, versuchen das nun nur in einer sportlich ambitionierteren Liga“, erklärt der Sportliche Leiter.

Dass sie dieser Herausforderung gewachsen sind, daran ließen alle Verantwortlichen keinen Zweifel. „Wir freuen uns riesig auf das Abenteuer“, betonten sie alle unisono.

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Niklas Berkel

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