Fussball

RW Deuten erlebt gegen Brünninghausen das befürchtete Deja-vu

Hätte ein Fußballspiel 45 Minuten, der Sieger am Deutener Bahndamm hätte am Sonntag nur Rot-Weiß Deuten heißen können. Doch dann nutzte der FC Brünninghausen Deutens Fehler eiskalt aus.
Jonas Goeke (r.) tat viel für den Deutener Spielaufbau. Doch am Ende hatten Anis El Hamassi (l.) und Brünninghausen die Nase vorn. © Joachim Lücke

Westfalenliga 2

RWD – FC Brünninghausen

0:2 (0:0)

In der ersten Halbzeit waren die Gastgeber die klar bessere Mannschaft. Bei Chancen von Kieron Ihnen (15.) und Nils Falkenstein (21.) rettete Brünninghausens Keeper Leon Broda, und bei der größten Deutener Möglichkeit scheiterte Hendrik Löbler nach einer sehenswerten Kombination am Innenpfosten (35.). Kurz: Das Momentum lag eindeutig bei Deuten. Doch dann kam Halbzeit zwei.

„Dass wir weiter so hohes Tempo gehen könnten, war natürlich nicht zu erwarten“, sagte Trainer Markus Falkenstein hinterher. Dabei war das Tempo der Deutener auch weiterhin nicht zu verachten. Nur es kam nicht mehr viel Handfestes dabei heraus. Ein Freistoß von Jonas Weid war nach 57 Minuten noch die beste Chance der Gastgeber im zweiten Durchgang.

Brünninghausen war dagegen im wahrsten Sinne des Wortes Ton angebend. Lautstark kommentierten Spieler und Auswechselbank jede Aktion und setzten die akustische Aggression auch in ihren Aktionen fort. Die Gäste bekamen Oberwas ser – und Chancen. Zweimal kam der schnelle Jonas Telschow im Strafraum zum Abschluss, einmal scheiterte er an Marvin Radüchel, einmal schoss er knapp vorbei. Die Gästeführung lag in der Luft, und hätte doch nicht sein müssen.

Doch bei einem Freistoß aus dem Halbfeld stand Sebastian Kruse völlig frei und köpfte aus kurzer Distanz unhaltbar ein (63.). Nur sieben Minuten später führte der nächste individuelle Fehler der Deutener zum 0:2. Jan-Nils Bachmann setzte sich auf der rechten Seite durch, und seine Hereingabe ließ Till Goeke abtropfen.

Jonas Telschow war zur Stelle und bezwang Marvin Radüchel mit einem platzierten Flachschuss. (70.). Deuten gab nicht auf und zeigte spielerisch weiter guten Offensivfußball. Aber echte Torchancen blieben aus.

„Das war sicher ein unglücklicher Saisonstart“, sagte Markus Falkenstein, „aber leistungsmäßig können wir der Mannschaft überhaupt nichts vorwerfen. In der Westfalenliga entscheiden nun mal Kleinigkeiten.“ Und die sprachen wie 2020 für Brünninghausen.

RWD: Radüchel; Löbler, Weid, Hubert, T. Goeke, J. Goeke, Noetzel (68. Gerner), Fabisiak, Falkenstein, Pötter, Ihnen (61. Swiatkowski).

Tore: 0:1 Kruse (63.); 0:2 Telschow (70.).

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