Sarah Grünheid, hier noch im Trikot des VFL Bochum, schnürt die Fußballschuhe ab sofort für den BV Borussia Bocholt. © Archiv
Fußball

Sarah Grünheid: „Ich bin eigentlich kein Mensch, der gerne wechselt“

Die aus Hervest-Dorsten stammende Zweitliga-Stürmerin Sarah Grünheid wechselt den Verein. Sie zieht es innerhalb der 2. Frauen-Bundesliga von Arminia Bielefeld weiter zu BV Borussia Bocholt.

Der hauptsächliche Grund für den Wechsel nach Bocholt war die Nähe zur Heimat und zur Familie: „Ich habe mich in Bielefeld wirklich wohl gefühlt, doch es war immer ein weiter Weg zu den Eltern. Gerade nach der Geburt der Zwillinge Louisa und Phil, die jetzt ein Jahr alt werden, war mir diese Nähe sehr wichtig.“

Elternzeit und Wohnungssuche im Dorstener-Raum

Der Wunsch zu mehr Heimatnähe drang auch nach Bocholt durch, da Sarah Grünheid viele der Spielerinnen kannte. Daher setzte sich der Club mit Sarah Grünheid in Verbindung: „Ich bin eigentlich kein Mensch, der gerne wechselt. Nach dem ersten Training habe ich mich aber schon heimisch gefühlt, sodass wir uns schnell einig wurden.“

Jetzt sind Grünheid und ihre Ehefrau Tanja auf der Suche nach einer Wohnung im Dorstener Raum. Momentan verbringen wir schon vier bis fünf Tage pro Woche bei ihren Eltern: „Ich brauche so nur einmal pro Woche zum Training die lange Strecke von Bielefeld nach Bocholt fahren.“ Grünheid ist selber noch in der Elternzeit, während ihre Frau Tanja meist im Home-Office arbeitet.

„Robert Lewandowski der 2. Damen-Bundesliga“

Tanja Grünheid hat selbst auch für Bielefeld in der zweiten Bundesliga gespielt, lässt den Fußball aber gerade ruhen. Sarah Grünheid erklärt: „Wenn sie spielt, will sie so hoch wie möglich spielen. Das passt aber jetzt noch nicht, und sie wartet den richtigen Zeitpunkt ab.“

Borussia Bocholt beendete die letzte Saison als Aufsteiger auf dem vierten Rang und erhofft sich von der Torjägerin ein noch besseres Abschneiden. Der Club kündigte die Neuverpflichtung als „Robert Lewandowski der 2. Damen-Bundesliga“ an“, doch das lässt die Dorstenerin kalt: „Ich habe mich durch so etwas noch nie unter Druck setzen lassen. Das wird schon gut werden.“

Optimismus trotz erster Testspiel-Niederlage

Sie hält von ihrer Mannschaft eine ganze Menge, will sich aber nicht festlegen, wenn es um das Abschneiden in der neuen Saison geht: „Die 2. Bundesliga spielt wieder eingleisig, und es ist noch schwer einen Überblick zu gewinnen, wer wie stark ist.“

Im letzten Spiel bestritten die Bocholter einen ersten Tests gegen den Bundesligisten 1. FC Köln, das mit 0:3 verloren ging. Grünheid war nicht unzufrieden: „Vor allem in der zweiten Hälfte haben wir gut gespielt. Bis zum Saisonstart am 15. August in Andernach werden wir in Bestform sein.“

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