Näher am Serienwagen als der BMW M2 Racing: Beim 24-Stunden-Rennen steigt Moritz Oberheim in einen BMW 330i G20. © Horst Lehr
Motorsport

Schermbecker stellt sich der ultimativen Herausforderung am Nürburgring

Das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ist die ultimative Herausforderung für Mensch und Maschine. Der Schermbecker Moritz Oberheim stellt sich ihr.

Bei der 51. des Auflage des Total 24h-Rennens auf der Nordschleife der traditionsreichen Rennstrecke in der Eifel geht Moritz Obeheim wie schon in der laufenden NLS-Langstreckenserie für das in Bremen beheimatete FK Performance Team an den Start. Allerdings pilotiert er statt seines gewohnten Renngeräts, dem BMW M2 Racing, diesmal mit einem BMW 330i G20 die etwas seriennähere Variante aus der bayrischen Motorenschmiede.

Das Team setzt damit ein klares Zeichen und nimmt die Challenge in der sehr stark besetzten Klasse VT2 der Produktionswagen an. Oberheim sagt: „Ich freue mich sehr, dass mein persönlicher Sponsor Sikkens es mir ermöglicht, auch die 24H in einem siegfähigen Fahrzeug zu bestreiten“.

Moritz Oberheim
Moritz Oberheim freut sich auf die 24 Stunden in der “Grünen Hölle”. © Privat © Privat

Er hat sein neues Arbeitsgerät bereits ausgiebig beim ersten NL- Lauf getestet, war dabei schon richtig schnell unterwegs und blieb mit 9:21 min nur gerade mal zwei Sekunden unter dem bei 9:23 min stehenden, aktuellen Rundenrekord auf dem Fahrzeug.

Obwohl Oberheim in diesem Wagen mit rund 260 PS nur gerade mal knapp die Hälfte der sonst üblichen Pferdestärken zur Verfügung stehen, sagt er: „Dieser seriennahe Renntourenwagen ist wirklich schnell und funktioniert auf der Nordschleife sehr gut.“

Dies leitet er unter anderem auch aus dem Fahrzeugkonzept ab, das mit einem relativ großen Radstand und Heckantrieb hohe Kurvengeschwindigkeiten mit einer stabilen Straßenlage ermöglicht.

„Der BMW lässt sich durch den geringeren Speed grundsätzlich auch etwas leichter positionieren, und man muss zum Beispiel vor der Hohenreinschikane nicht ganz so hart aufs Bremspedal steigen wie mit dem M2“,erkärt Oberheim.

Mit Christian Konnerth und dem Schweizer Ranko Mijatovic hat er zwei erfahrene Teamkollegen mit im Cockpi,t die mit dem Boliden auch schon einen Klassensieg in der NLS feiern konnten. Eventuell stößt noch ein vierter Fahrer dazu.

Im Rennen schätzt Oberheim Adrenalin Motorsport und sein Vorjahres-Team Sorg Rennsport als wohl härteste Mitbewerber um den Klassensieg ein.

Doch er ist zuversichtlich denn er weiß: „FK Performance wird sicher am Samstagnachmittag ein topvorbereites Auto in die Startaufstellung bringen und danach alles tun, um einen Klassensieg zu erreichen.“

Trainingsfahrten am Donnerstag und Freitag

Davor bleibt den Teams am Donnerstag und Freitag genügend Zeit, das Auto in den Trainingssitzungen exakt abzustimmen und das gefundene Setup am Samstagvormittag im Warmup einem letzten Funktionstest zu unterziehen.

Oberheim der in diesen Tagen die letzten Details für seinen Einsatz klären konnte, sehnt den Renntag herbei: „Ich freue mich sehr auf den Start in diesem Auto und die sicherlich spannenden Zweikämpfe in der Klasse.“

Über den Autor
freier Mitarbeiter
Ist schon seit Jahren freier Mitarbeiter der Redaktion Haltern am See. Er fotografiert und berichtet über das lokale Geschehen und betreut die Serie „Das Sportporträt“. Darüber hinaus berichtet er in Wort und Bild über aktuelle sportliche Großereignisse im Outdoorbereich , wie Reitturniere, Laufveranstaltungen, Radrennen und Kartsport. Sein Spezialgebiet ist die Berichterstattung über Motorsport auf der Nordschleife des legendären Nürburgrings. Für die Dorstener Redaktion begleitet er dazu seit Jahren die heimischen Rennfahrer in der Langstreckenserie und beim Jahreshighlight, dem 24 Stunden Rennen.
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Horst Lehr
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