Daniel Schikora wartete auf einen "Wink mit dem Zaunpfahl". Als der nicht kam, entschloss er sich zum Wechsel. © Joachim Lücke
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Schikora wartete auf Wulfener Wink

Im Sommer wechselt Blau-Weiß Wulfens Trainer Daniel Schikora zum BVH Dorsten. Jetzt sprechen die Beteiligten über die Hintergründe.

Den Wulfener Vorstand traf die Nachricht von Schikoras Wechsel in einer Phase der Sondierung. „Durch Corona hatten wir uns nicht mehr so regelmäßig getroffen“, berichtete BWW-Vorsitzender Dennis Pohlmann am Montag im Gespräch mit unserer Redaktion: „Wir hatten das Gespräch mit dem Trainer für Ende des Jahres geplant. Zunächst hatten wir im Vorstand geklärt, wie die künftige Besetzung dort aussieht. Ohne das zu wissen, hätten Verhandlungen keinen Sinn gemacht.“

Ob die Zusammenarbeit mit Daniel Schikora fortgeführt worden wäre, sei deshalb noch nicht entschieden gewesen. „Wir hätten uns das sicher vorstellen können. Aber wir hatten das Thema im Vorstand eben noch nicht besprochen“, sagte Pohlmann.

Schikora wartete auf Wink mit dem Zaunpfahl

Daniel Schikora bestätigt diesen Ablauf, setzt aber einige Akzente anders: „Ich hatte im November Gerüchte gehört, dass der Vorstand die kommende Saison ohne mich plane. Daraufhin habe ich das Gespräch gesucht und die Information bekommen, der Vorstand habe sich über diese Frage noch keine Gedanken gemacht. Deshalb bat ich, dies zügig zu tun.“

Bis kurz vor Weihnachten habe er aber nichts Neues gehört. „Wenn man mir gesagt hätte, ich solle mir keine Sorgen machen, wäre das ein beruhigender Wink mit dem Zaunpfahl gewesen“, sagt Schikora. Doch weil der ausblieb und ihm inzwischen Angebote anderer Vereine vorlagen, entschloss er sich, diese zu prüfen.

„Ich habe mich dann mit dem BVH Dorsten zusammengesetzt, und weil dort alles gepasst hat, habe ich mich zum Wechsel entschlossen“, berichtet der Trainer.

Es gibt kein böses Blut

Böses Blut gibt es zwischen ihm und Wulfen aber keines. Schikora kam 2012 als Spieler der ersten Mannschaft nach Wulfen. 2014 wurde er Co-Trainer unter Detlef Albers, feierte 2017 mit ihm die Meisterschaft und beerbte Albers dann 2018 als Chef-Trainer.

Einen Nachfolger will der Wulfener Vorstand bis spätestens Mitte Januar benennen. „Es gibt natürlich Kandidaten, und wir wollen den Spielern so schnell wie möglich Sicherheit für ihre Planungen geben“, sagte Dennis Pohlmann. Einen Schnellschuss dürfe es auf der anderen Seite aber auch nicht geben.

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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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