Das Gesicht der Mannschaft des SV Schermbeck wird sich zur kommenden Saison verändert. Zehn Vertragsverlängerungen stehen bislang sechs Spieler gegenüber, die den Verein verlassen werden. © Andreas Leistner
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Sechs Spieler verlassen den SV Schermbeck

Zehn Vertragsverlängerungen hat der SV Schermbeck für die kommende Saison schon gemeldet. Doch einige Spieler werden den Oberligisten auch verlassen.

SVS-Trainer Sleiman Salha hatte im Zuge der Bekanntgabe der bisherigen Vertragsverhandlungen einen Umbruch im Schermbecker Kader angekündigt. Der nimmt nun allmählich Formen an.

Ankomah-Kissi kündigte Wechsel an

Verteidiger Evans Ankomah-Kissi war der erste, der am vergangenen Freitag im RevierSport seinen Wechsel im Sommer ankündigte. Dabei äußerte er auch Enttäuschung, dass der Schermbecker Vorstand mit ihm noch kein Gespräch gesucht habe. SVS-Vorsitzender Michael Steinrötter konterte, das Gespräch sei für die kommende Woche angesetzt gewesen, und auch Sleiman Salha wollte das nicht so stehen lassen: „Wir haben Mitte Januar. Wenn ein Spieler meint, dass die Verhandlungen da schon hätten stattfinden müssen, soll er sich einfach bei uns melden.“

Fakt ist aber, dass Ankomah-Kissi den SVS nach elf Jahren verlassen wird. Wohin ist noch offen. „Aber“, so der 29-Jährige, „ich wohne in Gelsenkirchen, und ich bin ein Junge der Region. Es muss natürlich beruflich passen, aber gut möglich, dass man sich nächstes Jahr wiedersieht.“

Hanemann wechselt in die Bezirksliga

Ebenfalls in der vergangenen Woche meldeten die Sportfreunde Wanne Schermbecks Stürmer Dominik Hanemann als Neuzugang für die kommende Saison. Er wird damit in die Bezirksliga wechseln. Ein Schritt, den sich ein anderer Schermbecker, der den Verein verlässt, nur unter bestimmten Voraussetzungen vorstellen kann.

“Wenn das Umfeld und das Konzept stimmen, würde ich auch Bezirksliga spielen“, sagt Kevin Mulé-Ewald. Ansonsten will der 30-Jährige aber „noch mindestens drei Jahre auf hohem Niveau spielen. Ich bin kein Wandervogel, ich war seit meinem vierten Lebensjahr beim SV Hardt und seit acht Jahren beim SVS. Das wird jetzt voraussichtlich mein letzter Verein werden. Sollte die Saison weitergehen, werde ich aber bis zum 30. Juni alles für Schermbeck geben“.

In den Planungen der Schermbecker spielte der Verteidiger aber keine Rolle mehr. Anderen Akteuren machte der Oberligist ein Angebot für die kommende Saison, doch sie lehnten ab.

Drobe lehnte Angebot ab

Torwart Cedric Drobe teilte seine Entscheidung dem Vorstand am vergangenen Dienstag mit. „Die Chemie hat zuletzt nicht mehr so gepasst. Es gibt aber kein böses Blut. Eine ganz normale Entscheidung“, sagt der in Dorsten wohnende Keeper.

So sieht es auch Schermbecks Vorstand Sport Cem Kara: „Ein Umbruch ist im Fußball ganz normal. Das erlebt der SC Freiburg jedes Jahr. Jetzt sind wir eben mal dran.“ Außer Cedric Drobe haben auch Kilian Niewerth und Rafael Niehoff die Angebote des SVS für die kommende Saison abgelehnt. „Das haben wir akzeptiert und führen nun natürlich Verhandlungen mit anderen Spielern“, erklärt Kara.

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Andreas Leistner

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