Mel Gerner (20) fühlt sich bei seinem neuen Verein RW Deuten gut aufgehoben. © Archiv
Fußball

Siegtorschütze gegen den TuS Haltern – Mel Gerner hat wieder Spaß am Fußball

Die Welt des Fußballs ist oft unberechenbar. Mel Gerner hat trotz seines jungen Alters schon viel erlebt. Das Tor gegen den TuS Haltern war sein erstes für RW Deuten. Weitere sollen folgen.

Im Testspiel von RW Deuten gegen den TuS Haltern am See liefen am vergangenen Wochenende beim Stande von 1:1 die letzten Sekunden: Und Mel Gerner, der erst zur 80. Minute eingewechselt wurde, drückte das runde Leder in der 93. Spielminute doch noch eiskalt über die Torlinie zum viel umjubelten Siegtreffer. Denn direkt danach war Schluss.

Unerwarteter Einsatz nach Urlaub bringen Emotionen

„Ich bin am Samstag erst aus dem Urlaub mit meiner Freundin zurückgekommen. Da ich nicht trainiert hatte, dachte ich gar nicht daran, überhaupt eingesetzt zu werden“, so Gerner. Doch Deuten-Coach Markus Falkenstein schmiss seinen Jungspund für den erhofften Lucky-Punch trotzdem ins Spiel.

„Für mich war es wichtig, dass ich einfach nur Vollgas gebe. Dass ich dann mein erstes Tor für Deuten schieße, hat natürlich gepasst. Die Emotionen und Freude waren anschließend riesig“, sagt der 20-Jährige zu den Geschehnissen und erinnert sich gerne zurück an die Partie.

Differenzen haben Gerner-Wechsel befeuert

Doch die Freude, die der Fußball bei Gerner nun wieder geweckt hat, war in der vorangegangenen Spielzeit komplett abhandengekommen. Zuletzt kickte der offensive Allrounder beim Oberligisten SV Schermbeck – davor war er dort auch in der Jugend aktiv – unter Trainer Sleiman Salha.

Wieso er nicht in Schermbeck geblieben ist und warum er sich für den Westfalenligisten aus Deuten entschieden hat, erklärt Gerner wie folgt: „In meinem ersten Oberliga-Jahr hatte ich viele Einsätze und im zweiten dann aber gar keine mehr. Außerdem gab es einige Unstimmigkeiten innerhalb der Mannschaft und auch mit dem Coach habe ich mich nicht mehr so verstanden.“

Der erste Schritt ist gemacht – weitere sollen in Zukunft folgen

Und dennoch wollten die Verantwortlichen aus Schermbeck laut Gerners Aussage mit ihm verlängern. Gerner entschied sich aber gegen das Angebot. Auch andere Oberliga-Interessenten wimmelte er ab und heuerte schlussendlich in Deuten an.

„Manchmal muss man auch einen Schritt zurück machen, um dann wieder zwei vorzugehen. Und Markus Falkenstein kannte ich noch aus meiner Zeit bei Schermbeck“, erklärt Gerner seinen Transfer weiter.

Bisher hat er diesen Schritt jedenfalls nicht bereut. „Der Verein ist super. Viele meiner Mannschaftskollegen sind in meinem Alter. Einige Jungs kenn ich auch noch aus meiner Jugendzeit“, so Gerner. Mit denen möchte er in der kommenden Saison auch so Einiges erreichen. „Ich bin sehr ehrgeizig, mag es nicht zu verlieren und würde schon gerne oben mitspielen“, gibt Gerner an.

Ob es ihn nach einem Jahr schon wieder weg aus Deuten zieht, weiß Gerner indes aber noch nicht und sagt dazu abschließend: „Erst einmal gefällt es mir sehr gut in Deuten. Ich wurde sehr herzlich aufgenommen und alle sind supersympathisch.“

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