Hendrik Löbler, Dennis Hubert, Samy Mertens (vorn) und Jonas Goeke (v.l.) hatten mit dem SV Rot-Weiß Deuten in der Westfalenliga bislang viel Grund zum Jubeln. © Joachim Lücke
Fussball

So denkt RW Deuten über Winterneuzugänge

So unbefriedigend das Corona-Jahr 2020 für alle Sportler auch sein mag – solange gespielt wurde kann sich die Bilanz des SV Rot-Weiß Deuten wirklich sehen lassen.

Ein Trainerwechsel bedeutet in vielen Fällen auch eine Änderung des Spielsystems. Markus Falkenstein und Marek Swiatkowski haben den Fußball am Deutener Bahndamm aber nicht von innen nach außen gekrempelt, und lagen damit völlig richtig.

Der Vorstand von RW Deuten hat schon früh bekannt gegeben, dass Frank Frye den Verein verlassen wird und Falkenstein zusammen mit Swiatkowski die Elf betreuen würden. Von einem Aufstieg aus der Landesliga in die Westfalenliga konnte man zu dem Zeitpunkt noch nicht ausgehen. Das Trainer-Duo hat sich schon damals viele Gedanken gemacht, wie der Fußball unter ihrem Kommando auszusehen hat. „Frank Frye war schon ein Trainer, der die spielerischen Elemente betont hat. Daran wollten wir anschließen, aber die Stellschrauben noch feiner stellen,“ erklärt Falkenstein, der in der letzten Saison als Co-Trainer tätig war.

Falkenstein und Swiatkowski verfielen nicht in Pnik

Als die Deutener dann völlig überraschend aufstiegen, verfielen die beiden Trainer nicht in Panik. Vielmehr hielten sie an ihrer Taktik fest, so Falkenstein: „Wir wollten nicht wie ein Aufsteiger spielen und unsere Punkte ermauern. Wir behielten unseren Plan, offensiven Fußball zu spielen.“

Mit Dennis Drepper, Robin Pötter, Hendrik Löbler und Johannes Liesenklas, der allerdings seit dem Sommer verletzt ist, blieb es auch bei vier Neuzugängen. Falkenstein gibt zu: „Da haben wir wir ein glückliches Händchen gehabt, denn alle haben die Erwartungen erfüllt.“

In der Vorbereitung gab es oft lange Gesichter, denn die Ergebnisse machten wenig Mut. Falkenstein waren die Resultate aber egal: „Die fußballerische Entwicklung ging ständig nach oben. Und das, obwohl wir in der Testphase viel Verletzungspech hatten.“ Es erforderte viele intensive Kabinenansprachen, um der Mannschaft weiter Mut zu machen.

Im ersten Heimspiel gegen Brünninghausen blieb ein Erfolg erneut aus: „Das 0:1 war das Resultat einer Verkettung unglücklicher Umstände. Wir waren uns aber sicher, dass wir den Durchbruch schaffen werden,“ sagt Falkenstein. Er sollte Rechte behalten, denn zusammen mit seinem Trainerkollegen erlebte er, wie in Gerlingen der Knoten platzte. Das 4:0 war der Auftakt einer Serie von fünf Siegen, die den Aufsteiger ganz nach oben katapultierte. Als dann das Heimspiel gegen Hagen mit 0:5 verloren ging, bließ man am Bahndamm aber keine Trübsal, so Falkenstein: „Das Spiel hat uns wieder auf den Boden der Tatsachen gebracht und hat uns geerdet.“

An einen Aufstieg will man in Deuten auch gar nicht denken: „Das ist überhaupt nicht unser Ziel. Drei Aufstiege in so kurzer Zeit sind wahrscheinlich auch nicht gesund, zumal in der Oberliga auch organisatorisch höhere Ansprüche gelten. Wir wollen uns stattdessen erst einmal in der Verbandsliga etablieren. Daher werden wir im Winter auch keine neuen Spieler holen.“

In der Corona-Pause halten sich die Deutener so gut wie möglich fit, so Markus Falkenstein: „Wir haben zuletzt online zusammen trainiert und Übungen im Kardio- und Muskelbereich gemacht.“ Nun wartet man darauf, dass es endlich weitergeht. Falkenstein fischt da genauso im Trüben wie alle anderen auch: „Vom Verband hat es noch keine Hinweise gegeben. Wir haben gehofft, dass wir im Januar weitermachen können, doch danach sieht es gerade nicht aus.“

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