Co-Trainer Mathias Robert (l.) und Trainer Martin Trockel (r.) begrüßen die Neuzugänge Eric Grave (2.v.l.) sowie Steven Kucharczyk (2.v.r.). © Joachim Lücke
Fußball

SSV Rhade will aufsteigen: „Luschi-Einheiten gibt es nicht mehr“

Der ehemalige Verbandsligist SSV Rhade will unbedingt aus der zweitniedrigsten Klasse raus. Dafür will die Mannschaft dem großen Ziel alles unterordnen. Das erste Training stimmte optimistisch.

Alle Jahre wieder. „Es klingt bei uns mittlerweile wie eine abgedroschene Floskel“, sagt Martin Trockel, Trainer des Fußball-B-Kreisligisten SSV Rhade. Auch für die kommende Saison setzt sich das Team den Aufstieg in die Kreisliga A auf die Fahnen – doch diesmal ist etwas anders.

Am vergangenen Samstag hatten Trockel und das Team ein gemeinsames Event. In vielen Gesprächen kristallisierte sich heraus, dass die Mannschaft unbedingt aufsteigen möchte. Allerdings flossen auch ein paar Bier. „Und deshalb haben wir uns auch am Montag im nüchternen Zustand noch mal unterhalten“, sagt der Trainer.

„Wir wollen hoch!“

Und auch bei diesem Gespräch war die Meinung des Teams einstimmig: „Wir wollen hoch!“ Nur klingt das beim SSV Rhade wie in all den anderen Jahren, als es der Verein verspielt oder einfach nicht geschafft hat. Seit mittlerweile sechs Jahren spielt der ehemalige Verbandsligist in der zweitniedrigsten Klasse. Obwohl er seit dem zweiten Jahr in dieser unbedingt aufsteigen möchte, hat er es nicht geschafft.

Deswegen sagt Trockel auch deutlich: „Wenn wir das Ziel in dieser Saison nicht erreichen, müssen wir uns alle schleunigst Gedanken machen, was bei uns nicht stimmt.“ Eine weitere Enttäuschung will der Verein unbedingt verhindern.

Vor allem auch deshalb, weil er den Aufstieg in vier der fünf Fälle nicht deshalb verspielte, weil eine Mannschaft besser war, sondern „wir unsere Ansprüche schlicht nicht auf den Platz bekommen haben“. Trockel erwartet von seiner Mannschaft, dass sie sich nun schlicht auf das große Ziel fokussiere.

„Einfach nur Spielchen?“

„Luschi-Einheiten gibt es nicht mehr“, sagt er. „Mein Co-Trainer und ich haben ein klares taktisches Konzept. Zwei taktische Feinheiten darf sich das Team jetzt noch wünschen. Und daran werden wir unser ganzes Training ausrichten.“ Das bedeutet, dass auch wenn nur acht Spieler mal da sein sollten, stringent das Programm abgespult wird. „Einfach nur ein Spielchen? Das gibt es nicht mehr.“

Da das aber auch der Wunsch der Mannschaft war, ist Trockel überzeugt, dass sie diese Richtung mittragen wird. Das erste Training am Montag jedenfalls? „War überragend. So eine gute Einheit habe ich ganz schön lange nicht mehr gesehen.“ Der Trainer hofft jetzt nur, dass „der Kopf bereit ist, das auch in die Beine umzusetzen“.

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Niklas Berkel

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