Gelegenheit zu jubeln könnte Dominik Hanemann vom SV Schermbeck genug bekommen: Es könnte eine Mammutsaison warten. © Andreas Leistner
Fußball

SV Schermbeck äußert sich zur kommenden Oberliga-Saison

Zwei Szenarien, wie die Oberliga Westfalen in der kommenden Saison bestritten werden soll, sind noch im Rennen. Die Meinung des SV Schermbeck dazu könnte sich ändern.

Dass der SV Schermbeck für eine eingleisige Oberliga abstimmen würde, das war bereits klar. Der Verein befürwortet eigentlich auch eine Hin- und Rückrunde. „Das wäre die ehrlichste Variante“, sagen der Sportliche Leiter Cem Kara und SVS-Trainer Sleiman Salha unisono.

Durch den Vorschlag des ASC Dortmund, die Hinrunde normal zu spielen und dann die Liga in Playoffs zu teilen, könnte sich die Sichtweise des SVS aber verändert haben. In einer Vorstandsrunde am heutigen Abend will der Verein noch einmal beide Szenarien 1 und 3 durchdiskutieren.

„Sind noch etwas zwiegespalten“

Die Tendenz ginge davor aber immer noch in Richtung Hin- und Rückrunde. „Man muss ja sehen: Da wird jemand in der Hinrunde siebter oder achter, spielt dann in den Playoffs und steigt auf. So gerecht wäre das nicht“, sagt Trainer Salha. Auf der anderen Seite sieht er aber auch, dass die Möglichkeit einer zweiten Welle besteht. 40 Spiele wären bei einem erneuten Saisonabbruch nicht zu schaffen. „Deswegen sind wir da noch etwas zwiegespalten.“

Sein Sportlicher Leiter schlägt in die gleiche Kerbe. „Wir haben außerdem noch zusätzlich die Pokalspiele, im alten und neuen Pokal“, sagt Kara. Auf den SV Schermbeck könnte eine Saison mit mehr als 50 Pflichtspielen warten.

Die Mannschaft habe der SVS aber auch bereits befragt. „Und die will Fußball spielen“, sagt Kara. Insgesamt geht die Tendenz deshalb Richtung Hin- und Rückrunde für den SVS. „Am Ende werden wir eine kluge Entscheidung treffen“, sagt Kara.

Es reicht eine einfache Mehrheit

Feststeht allerdings auch, dass der SV Schermbeck lediglich eine Stimme von vielen ist. Für die Abstimmung, die am kommenden Sonntag stattfindet, reicht eine einfache Mehrheit. Bei 21 Vereinen reichen also elf Stimmen für eine Variante, um diese durchzusetzen.

Sieben Stimmen sind dem Szenario 3, also dem Szenario mit den Playoffs, schon sicher. Die sieben Vereine, die für das Szenario 2, also die Aufteilung in eine Nord- und Südstaffel gestimmt haben, werden weiterhin nicht für die Mammutsaison mit 40 Spielen stimmen. Blieben also nur noch vier Vereine der 14 die gegen eine Teilung waren, die dafür stimmen müssten.

Kara bestätigt das: „Die sieben Klubs haben sich schon klar gegen die normale Variante positioniert. Also fehlen nur noch vier Stimmen für die Zweiteilung nach der Hinrunde.“

Abstiegsregelung ist entschieden

Entschieden wurde bei dem Gespräch, wie die Abstiegsregelung aussieht. Denn der Verband möchte aus der 21er-Gruppe direkt wieder eine 18er- machen. Somit steht fest, dass es definitiv drei Absteiger geben wird. Für jeden westfälischen Absteiger aus der Regionalliga kommt ein weiterer hinzu.

Was weiter besprochen wurde ist, dass jedem Gästeteam 50 Zuschauerplätze zustehen. Am 31. Juli wissen dann auch die Klubs, ob die Zuschauer in der Rückrunde noch einmal jeden Ligakonkurrenten sehen.

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