Enes Schick (M.) kam nach der Pause ins Spiel. In dieser Halbzeit agierte der SVS sehr viel besser und aktiver als noch im ersten Durchgang. © Joachim Lücke
Fussball

Trainer Sleiman Salha war sauer – SV Schermbeck zeigt zwei Wochen vor dem Saisonstart zwei Gesichter

Oberligist SV Schermbeck hat sich im Test gegen die SpVgg Schonnebeck eine ganz schwache erste Halbzeit geleistet. Trainer Sleiman Salha reagierte.

Testspiel Männer

SV Schermbeck – SpVgg Schonnebeck

0:1 (0:0)

Was die Schermbecker in der ersten Halbzeit zeigten, lag weiter hinter dem Anspruch, den die Platzherren selber an sich stellen. Bei aller Qualität des Gegners darf sich ein Oberliga-Team nicht derart passiv präsentieren. Die Schermbecker gewannen kaum einen Zweikampf und standen immer zu weit von den Gegnern weg.

Bekamen die Schermbecker mal die Gelegenheit, selber im Ballbesitz die Initiative zu ergreifen, scheiterten die Angriffe meist kläglich. Selbst Pässe über wenige Meter fanden nicht ihren Adressaten, und meist waren die Pläne so durchsichtig, dass die Essener sie leicht durchkreuzen konnten.

Der SVS hatte viel Glück, dass er zur Pause nicht schon deutlich hinten lag. Der junge Calvin Küper scheiterte sowohl in der 18. als auch in der 20, Minute am sicheren SVS-Schlussmann Rafael Hester. Auch bei einem cleveren Hackentrick von Robin Brandner war Hester zur Stelle.

Sleiman Salha machte seinem Unmut in der Kabine Luft: „Zwei Wochen vor Saisonstart kann man nicht so unterirdisch auftreten. Man hat deutlich gesehen, was passiert, wenn man gegen einen starken Gegner nicht mit vollem Engagement spielt.“

Michael Smykacz vergab die Chance zur Führung

Die Mannschaft hatte das verstanden, und mit drei neuen Leuten zeigten die Schermbecker nun ein ganz neues Gesicht. Michael Smykacz vergab schon fünf Minuten nach Wiederbeginn die Riesenchance zur Führung. Er stand frei vor dem Schonnebecker Tor, sein Lupfer ging aber weit über die Latte. Salha schimpfte: „Testspiel hin oder her, den muss er einfach machen.“ Auch ein Distanzschuss Paul Stiebers und ein Kopfball Mike Jordans fanden nicht den Weg über die Linie.

SV Schermbeck - SpVgg Schonnebeck
Auch Oguz Karagüzel (r.) zeigte in Halbzeit zwei, wie nah man an seinem Gegenspieler dran sein kann. © Joachim Lücke © Joachim Lücke

Das Schermbecker Defensivspiel war nun mehr als eine Liga besser als in Durchgang eins. Schonnebeck kam kaum noch über die Mittellinie und von der Torgefahr der ersten Hälfte war nichts zu sehen. Dennoch reichte den Gästen die einzige Chance der zweiten Halbzeit zum Siegtreffer. Calvin Küper wurde in der 76. Minute schön freigespielt und ließ sich die Chance nicht entgehen.

Salha fasste zusammen: „Wenn wir die Leistung der zweiten Halbzeit über 90 Minuten bringen, dann gewinnen wir so ein Spiel.“

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