Der SuS Hervest-Dorsten könnte zufriedener sein. © Joachim Lücke
Fußball

Trotz Platz zwei: SuS Hervests Trainer ist alles andere als zufrieden

Sein Team ist erster Verfolger des Kreisliga-B-Spitzenreiters GW Barkenberg. Trotzdem ist Alesandro Roccaro, Trainer des SuS Hervest, überhaupt nicht zufrieden.

Ein zweiter Platz ist keine schlechte Sache, doch in dieser Saison ist alles ein wenig anders. Alesandro Roccaro, Trainer des B-Ligisten SuS Hervest, ist mit diesem Platz nämlich überhaupt nicht zufrieden.

Die Tabelle ist momentan sehr schief. Die Hervester Fußballer haben schon acht Spiele bestritten, während die Titelkonkurrenten nur sechs Begegnungen auf dem Konto haben. Roccaro weiß: „Wenn die ihre Nachholspiele gewinnen, ziehen sie an uns vorbei.“

Er ist sich sicher, dass sein Team im Nachteil war: „Die anderen konnten sich in ihren Corona-Pause ausruhen, und wir haben dummerweise in den betreffenden Spielen auch noch Platzverweise kassiert.“ Am meisten ärgert er sich über das 3:3 beim TuS Gahlen II: „Die erste Mannschaft durfte nicht spielen und hat dann Spieler an die zweite abgegeben. Das hat das Ergebnis durchaus beeinflusst.“

Doch nicht nur Corona hat die Bilanz der Hervester verhagelt, sagt Roccaro: „Leon Bajraktari hat sich früh in der Saison einen Kreuzbandriss zugezogen und Phil Kwasnitza fiel schon nach dem ersten Spiel mit einer Bänderverletzung aus.“ Somit fehlten zwei schnelle Außenstürmer, die die Hervester gerade neu verpflichtet hatten.

Kein besonderer Plan

„Das brachte mein taktisches Konzept ganz schön durcheinander“, ärgert sich der Trainer. In den Spielen gegen die Top-Teams fehlte dem Roccaro-Team zudem auch das Spielglück. „Gegen Barkenberg fabrizierten wir kurz vor Schluss ein Eigentor zum 1:2, das 1:3 war dann ein Konter in der Nachspielzeit“, so Roccaro.

Für die Pause hat der Trainer seiner Mannschaft keinen besonderen Plan mit auf den Weg gegeben: „Die halten sich alle individuell so fit, wie es geht. Bislang gehen wir von einem Neustart Mitte Januar aus, doch keiner weiß, ob das auch so sein wird.“

„Man könnte die Liga teilen“

An eine volle Saison glaubt Roccaro ohnehin nicht mehr: „Der TSV Marl hat erst drei Mal gespielt, wann sollen die denn die ganzen Partien nachholen. Ein B-Ligist kann so viele Spiele in so kurzer Zeit gar nicht stemmen.“

Vielmehr glaubt er an einen Wertung nach der Hinrunde, favorisiert aber eine andere Lösung: „Man könnte nach der Hinrunde die Liga teilen. Die obere Hälfte spielt um den Aufstieg, die untere gegen den Abstieg.“

Sein Ziel ist aber klar: „Wir werden am Ende der Saison auf jeden Fall in der oberen Hälfte stehen. Mal sehen, was sonst noch möglich ist.“

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