Seit Anfang dieser Woche leiten die Übungsleiter des TSZ wie Tanja Ostwald ihre Gruppen via Kamera und Computer. Nur die Trainer sind im Trainingszentrum, der Rest der Gruppe ist zu Hause © Andreas Leistner
Tanzen

TSZ Royal Wulfen will auf dem Schirm bleiben

Online-Training heißt für viele Vereine im Lockdown das Zauberwort, um bei ihren Mitgliedern im doppelten Sinne des Wortes auf dem Schirm zu bleiben. Jetzt legte auch das TSZ Royal Wulfen los.

Wie kann man den Mitgliedern auch im Lockdown sportliche Angebote liefern? Viele Vereine haben diese Frage für sich mit Online-Training via Computer-Bildschirm beantwortet. Jetzt geht auch das Tanz-Sport-Zentrum Royal Wulfen diesen Weg.

In der vergangenen Woche verlegten Vorsitzender Helmut Winkler und Kassierer Hans-Peter Jungblut die nötigen Kabel. Doch das waren bei weitem nicht die einzigen Vorarbeiten.

Da waren die technischen Dinge: Laptop, Webcam, Stativ, Micro und Musikanlage mussten eingestellt werden. Doch es gab noch mehr. Die Lizenzen des Online-Portals Zoom mussten erworben werden. Zudem galt es, rechtliche Fragen wie Datenschutz, GEMA-Gebühren oder Versicherungsschutz der Mitglieder während des Online-Trainings abzuklären. Beim Landessportbund wurde ein Zuschuss aus einem entsprechenden Hilfsprogramm beantragt – und überraschend schnell überwiesen.

Und als all das geregelt war, musste schließlich ein Trainingsplan mit Zeiten und Zugangsdaten für die immerhin fast 25 Übungsleiter angelegt und diese in die neue Technik eingewiesen werden. „Eileen Bekeschus hat sich da sehr verdient gemacht“, lobt Helmut Winkler. „Wir älteren Semester tun uns ja mit den neuen Dingen etwas schwerer.“

Helmut Winkler begegnet dem Thema auch mit Vorsicht

Das gilt beim Vorsitzenden auch für seine grundsätzliche Haltung zum Online-Training: „Das kann nur ein provisorisches Alternativangebot sein“, sagt der TSZ-Vorsitzende. „Diese Art des Trainings kann nur ausnahmsweise und zeitlich begrenzt angeboten werden. Sportvereine sind Treffpunkte für Menschen, die miteinander Sport treiben möchten und auch ein Zusammengehörigkeitsgefühl im Verein suchen. Daher kann dieses sterile Format des Online-Trainings auf Dauer nicht taugen. Man sollte auch schon mal eine kleine Schweißperle bei dem Teilnehmer erkennen können“, so Winkler.

Derzeit lasse sich aber nicht absehen, wie lange der Lockdown noch gelte. „Deshalb haben wir uns entschieden, diesen Weg mitzugehen“, erklärt der Vorsitzende. Doch am liebsten wäre ihm, wenn das Kapitel Online-Training sich beim TSZ Royal möglichst schnell wieder schlösse.

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Als „Blaulicht-Reporter“ bin ich Tag und Nacht unterwegs, um über Einsätze von Polizei und Feuerwehr seriös in Wort und (bewegten) Bildern zu informieren. Dem Stadtteil Wulfen gehört darüber hinaus meine besondere Leidenschaft. Hier bin ich verwurzelt und in verschiedenen Vereinen aktiv. Davon profitiert natürlich auch meine journalistische Arbeit.
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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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