Die Partie BW Wulfen II gegen den FC Marl II war bereits abgepfiffen, als ein Zuschauer einen Marler Spieler geschlagen haben soll. © Timo Janisch
Fußball: Kreisliga B2

Tumulte bei Wulfen II gegen FC Marl II: Sportgericht ist eingeschaltet

Die Partie BW Wulfen II gegen FC Marl II war hitzig, aber nicht unfair. Umso geschockter waren die Gäste, als ein Zuschauer aufs Feld stürmte und einen ihrer Spieler geschlagen haben soll.

Die Partie zwischen BW Wulfen II und dem FC Marl II in der Kreisliga B2 war nicht nur während der Spielzeit dramatisch. Als Schiedsrichter Dominik Dürr abgepfiffen hatte, so heißt es von Marler Seite, soll ein gesperrter Wulfener Spieler auf den Platz gelaufen sein und FC-Spieler Maximilian Alhorn mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben.

Beim FC Marl vertrat unter anderem Jugendleiter Björn Schneider den verhinderten Trainer Florian Lingner in Wulfen. „Das Spiel an sich war hitzig, aber alles andere als unfair“, sagt er. Die Marler unterlagen nach dramatischer Schlussphase mit einer Roten Karte gegen sich durch einen Treffer in der sechsten Minute der Nachspielzeit unglücklich mit 3:4. „Aber was dann kam, war unvorstellbar“, so Schneider.

Sprüche von beiden Seiten nach Abpfiff

Nach Abpfiff hätten Sprüche die Seiten gewechselt, aber nichts habe auf eine gewalttätige Eskalation hingedeutet. „Dann ist aber ein Wulfener Zuschauer auf den Platz gekommen und hat Maximilian Alhorn geschlagen.“ Beim Betreffenden soll es sich um einen gesperrten Wulfener Spieler gehandelt haben. „Danach gab es eine Rudelbildung.“

Wulfens Trainer Meik Pfennig beobachtete zwar die Rudelbildung. Zur Ursache könne er aber nichts sagen, erklärte er gegenüber unserer Redaktion. „Das habe ich nicht gesehen. Den Bericht des Schiedsrichters habe ich auch noch nicht gelesen. Wir müssen das beim Training erst einmal aufarbeiten“, sagte Pfennig.

Schiedsrichter fertigt Sonderbericht an

Der Schiedsrichter hat einen Sonderbericht zu den Vorkommnissen angefertigt, den Staffelleiter Franz-Josef Humme an das Sportgericht weitergeleitet hat. „Es hat Tumulte gegeben, so viel ist klar“, sagt Humme. „Wer das ausgelöst hat, wird sich zeigen.“

Björn Schneider ist schockiert: „Wir kennen ja alle Wulfener, schließlich haben wir in der A-Jugend eine gemeinsame Jugendspielgemeinschaft“, sagt er. Schneiders Meinung nach müsse der Täter länger aus dem Verkehr gezogen werden.

Auch Marls Vorsitzender Claus Lanczek war vor Ort, hat die Entstehung der Rudelbildung aber auch nicht selbst gesehen. „Ich habe am Montagmorgen ein langes Gespräch mit Wulfens Vorsitzendem Dennis Pohlmann geführt“, sagt Lanczek. „Den beiden Mannschaften kann man keinen Vorwurf machen, die haben sich hinterher ganz normal unterhalten.“

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Sport in vielen verschiedenen Ausprägungen begleitet mich von Beginn an durch mein Leben. Erst als Hobby, später als Beruf. Klar: Auch das Ergebnis interessiert mich. Aber am meisten die Menschen, die ich treffe. Das gilt auch außerhalb des Sports.
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