Zwölf Mal rasten nicht nur deutsche Topfahrer rund um die Lembecker Laurentius-Kirche. Gibt es 2022 die 13. Nacht der Revanche? © Joachim Lücke
Radsport

Überraschung: Erlebt die Lembecker „Nacht der Revanche“ ein Comeback?

Zwölf Mal sorgte die „Nacht der Revanche“ in Lembeck für eine Mischung aus Sport und Party. Dann kamen Corona und Querelen zwischen Organisator und Sponsoren. Gibt es jetzt ein Comeback?

Michael Zurhausen ist sicher: „2022 wird es in Lembeck wieder ein Radrennen geben.“ Erlebt die beliebte „Nacht der Revanche“ dann also ihre 13. Auflage? Zurhausen sagt ja.

Michael Zurhausen
Michael Zurhausen ist zuversichtlich, dass die Lembecker “Nacht der Revanche” im kommenden Jahr ihre 13. Auflage erlebt. © Joachim Lücke © Joachim Lücke

Der Mann, der mit seinem Team vom RC Olympia Buer seit Jahrzehnten Radrennen veranstaltet und seit 2008 auch jedes Jahr in Lembeck zu Gast war, hätte das Rennen am liebsten schon in diesem Jahr wiederbelebt. „Doch das“, so Zurhausen im Gespräch mit unserer Redaktion, „wäre zeitlich zu knapp geworden.“

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12. Nacht der Revanche in Lembeck

Zum einen sei die Lage aufgrund der Corona-Pandemie zu ungewiss: „Großveranstaltungen sind zwar derzeit ab 1. September erlaubt, aber bis dahin kann sich leider ja wieder viel tun.“ Trotzdem habe er die Möglichkeit geprüft, ob er im September einen von vielen frei gewordenen Rennterminen besetzen könnte. „Selbst wenn das geklappt hätte, hätte ich aber ein großes Problem gehabt“, sagte der Sportmanager: „Ich hatte keine Fahrer.“

Nach anderthalb Jahren Rennpause hätte das Netz an Kontakten erst wieder neu geknüpft werden müssen. Und so entschied Zurhausen, sein Augenmerk aufs nächste Jahr zu legen.

Dass es in Lembeck zuletzt Zwist zwischen ihm und der Lembecker Interessen-Gemeinschaft (LIG) als Sponsor gegeben hatte, stellt für ihn kein Problem dar: „Mit der LIG ginge es halt nicht mehr. Vielleicht müsste das Rennen dann in kleinerer Form stattfinden. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass zu den Lembecker Sponsoren, die nach wie vor Interesse haben, auch welche von auswärts adzustoßen. Immerhin hat die Nacht der Revanche in Lembeck zwölf Mal sehr gut funktioniert. Das ist eine bekannte Veranstaltung.“

Dass er das Rennen überhaupt noch einmal organisiseren wolle, habe mit seinen Besuchen in Lembeck zu tun: „Ich bin recht häufig hier und wurde jedes Mal von Leuten darauf angesprochen, ob wir diese Veranstaltung nicht weiterführen wollten.“

Wenn es denn so kommt, muss Zurhausen mit den Planungen schon bald beginnen, denn die Renntermine für 2022 müssen im Oktober/November dieses Jahres angemeldet werden.

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Sportredaktion
Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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