Wie oft Bernard Gllogjani (M.) und der SVS kommende Saison gegen die SG Finnentrop-Bamenohl spielen und wo, das steht noch nicht fest. © Joachim Lücke
Fussball

Vereine überrumpelt? Das sagt der SV Schermbeck zum Oberliga-Modus

Die Oberliga Westfalen spielt in der kommenden Saison erstmals mit einer Auf- und Abstiegsrunde. Manche Vereine fühlen sich von dieser Entscheidung des Verbandes überrumpelt.

Ein eindeutiges Abstimmungsergebnis? Sieht anders aus. Und so musste der Verbands-Fußball-Ausschuss (VFA) des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) ohne das erhoffte Signal der Vereine entscheiden, nach welchem Modus die kommende Saison der Oberliga Westfalen gespielt wird.

Zehn Vereine hatten sich für eine normale Saison mit Hin- und Rückrunde ausgesprochen, zehn favorisierten das Modell einer einfachen Hinrunde mit anschließender Auf- und Abstiegsrunde. Der Verband wählte Letzteres – und stieß auf Kritik.

So sprach sich Samir Habibovic, Sportlicher Leiter des ASC 09 Dortmund, gegen den neuen Modus aus, weil die Gefahr bestehe, dass die Vereine unterschiedlich viele Heimspiele haben werden. Außerdem fühlte sich der Aplerbecker „ein wenig überrumpelt“, da der Verband im Vorfeld der Videokonferenz am vergangenen Donnerstag die zur Wahl stehenden Modelle nicht schriftlich vorgelegt habe. Außerdem sei nicht klar gewesen, dass es noch am selben Abend zur Abstimmung kommen werde.

Kritik, die durchaus überrascht. Die beiden zur Diskussion gestellten Spielmodelle wurden vor der Oberliga-Konferenz ausführlich in den Medien dargestellt. Auch, dass die Vereine selbst noch Ideen einbringen konnten, hatte FLVW-Vizepräsident Manfred Schnieders klargestellt. Dass eine Befragung der Vereine auch eine Abstimmung bedeutete, entsprach zudem dem Procedere vorangegangener Videokonferenzen.

Cem Kara sieht die Sache entspannt

Beim SV Schermbeck hält sich die Aufregung denn auch in Grenzen. Und das, obwohl der Verein für die „normale“ Saison mit Hin- und Rückspielen gestimmt hatte.

Cem Kara, SV Schermbeck
Schermbecks Sportlicher Leiter Cem Kara lässt die Saison gelassen auf sich zu kommen. © Privat © Privat

„Das wäre in unseren Auen wegen der Heimspiele gerechter gewesen“, sagte der Sportliche Leiter des SVS, Cem Kara unserer Redaktion. Aber: „Der Verband hat entschieden. Das nehmen wir an und lassen es nun auf uns zu kommen.“

Eine abschließende Beurteilung der Entscheidung sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich: „Dieser Modus ist für uns alle etwas Neues. Wir sind alle gespannt. Aber dazu sagen kann man erst, wenn es durch ist. Ich selbst bin auch zwiegespalten: Es kann gut sein, es kann auch schlecht sein.“

Vom Versuch einiger Vereine, die in der Konferenz deutlich gewordene Tendenz des Verbandes zur Auf- und Abstiegsrunde noch in letzter Minute zu drehen, habe er nichts mitbekommen, sagte Kara: „Wir waren auf jeden Fall nicht dabei.“

Der SVS freut sich jetzt auf den Trainingsstart am 27. Juni, am 4. Juli wird dann die Mannschaft offiziell vorgestellt.

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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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