Trainer Christian Martschat (o.l.) und sein Co Dirk Grünheit (o.r.) begrüßten zum Trainingsuaftkat am Sonntag die Neuzugänge Benjamin Reker, Niklas Scheuch, Tim Bojnowski und Michel Pfeiffer (o.v.l.) sowie Tim Kusch, Martin Czeczka, Pascal Hüing, Christian Süß und Ali Karayani (u.v.l.). © Ralf Pieper
Fussball

Viele neue Gesichter beim SV Altendorf

Die vergangene Horrorsaison will der Kreisligist SV Altendorf hinter sich lassen. Mit einem neuen Trainer und einem runderneuerten Kader will der Verein sich in der Kreisliga B stabilisieren.

7 Punkte, 17 Niederlagen und 101 Gegentore – und das alles in nur 20 Spielen. Fünf Gegentoren im Schnitt stehen lediglich 17 selber erzielte Treffer gegenüber. Für den Fußball-A-Kreisligisten SV Altendorf endete durch den Saisonabbruch eine Horrorsaison. Eine Horrorsaison, die beinahe noch ein glückliches Ende gefunden hätte. Denn so, wie es der Fußballgott wollte, entschied der Verband, die Saison ohne Absteiger abzubrechen.

Der normale Reflex wäre gewesen, den glücklichen Klassenerhalt zu feiern und einen neuen Angriff in der Kreisliga A zu wagen. Doch der SV Altendorf ist kein normaler Verein. Der kleine Dorfverein, vergangene Saison teilweise – trotz Rückzug der zweiten Mannschaft – nur mit elf Spielern im Kader, wollte dieses Risiko nicht gehen.

Die Stimmung im Verein war ob der vielen Pleiten, teils deutlichen Klatschen am Boden. Um sie wieder zu heben, hat der Hallenstadtmeister von 2019 nicht nur den Trainer gewechselt, sondern auch neun Neuzugänge präsentiert. Viele davon kennt der neue Trainer Christian Martschat bereits von früheren Stationen. Viele dieser Spieler haben bereits Kreisliga A gespielt oder waren in der Kreisliga B ganz oben dabei.

Deshalb formuliert der neue Trainer beim Trainingsauftakt am Sonntag auch folgendes Ziel: „Bei der Qualität der Mannschaft wollen wir unter den ersten Fünf der Saison landen.“ Wobei Martschat auch einschränkt. „Nach der langen Coronavirus-bedingten Pause weiß keiner, wo er steht. Wir wissen nicht mal, wann die Saison wieder losgeht. Deswegen werden wir unsere Zielsetzung nach fünf, sechs Spielen neu bewerten.“

Martschat, von 2017 bis 2019 zwei Jahre in der Kreisliga A beim SuS Hervest Trainer, will neben den sportlichen Zielen vor allem die Fußballkultur zurück nach Altendorf bringen. „Altendorf stand immer für einen schönen Offensivfußball“, so der Trainer. „Auf dem Kunstrasen wollen wir den wieder auf den Platz bringen. Hier ist mehr möglich als ‚Hoch und weit bringt Sicherheit‘.“

Zusätzlich möchte der Trainer den Teamgeist stärken. „Wir wollen so schnell wie möglich eine Einheit werden.“ Wenn der Trainer das schafft, ist die Mannschaft um Neuzugänge wie Christian Süß, Ali Karayani oder Niklas Scheuch und alteingesessene Spieler wie Julian Heß ein ernstzunehmender Gegner in der Kreisliga B. Dann gehören die Zeiten von fünf Gegentoren pro Spiel der Vergangenheit an.

Testspiele

SVA – TuS Gahlen II 26.7., 15.00h

SVA – ETuS Haltern 31.7., 19.30h

SVA – BVH Dorsten 2.8., 15.00h

SVA – SV 1911 Bottrop 9.8., 15.00h

SVA – SV Zweckel II 21.8., 19.30h

SVA – SC Herten 28.8., 19.30h

SVA – SuS Bertlich 30.8., 15.00h

BW Wulfen – SVA 4.9., 19.30h

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Niklas Berkel

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