Traumstart: Die Spieler des SV Schermbeck kamen gegen Westfalia Herne aus dem Jubeln fast gar nicht heraus. © Joachim Lücke
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Was für ein Feuerwerk – SV Schermbeck fertigt Westfalia Herne ab

Der SV Schermbeck hat einen Traumstart in die neue Oberliga-Saison hingelegt. Er fertigte Westfalia Herne mit 6:0 ab und brauchte dabei nicht einmal an die Grenzen zu gehen.

Oberliga Westfalen

SV Schermbeck – Westfalia Herne

6:0 (4:0)

Nach dem Pokal-Aus in Salchendorf und den vielen Verletzten-Meldungen in den letzten Wochen war man im Schermbecker Lager doch etwas verunsichert. Diese Verunsicherung war aber schon nach vier Minuten wie weggeblasen. Nach einem Freistoß von links hatte Michael Smykacz im Herner Strafraum allen Platz der Welt und schoss zur frühen Führung ein.

SV Schermbeck - Westfalia Herne
Enes Schick (M.) erzielte das zwischenzeitliche 3:0. © Joachim Lücke © Joachim Lücke

Die Gastgeber nahmen das aber nicht zum Anlass, nun zum Sturm aufs Herner Tor zu blasen. Trainer Sleiman Salhas Anweisungen lauteten anders: „Wir haben die Herner damit überrascht, dass wir sie haben kommen lassen.“ Mit diesem Angriffs-Angebot konnte Westfalia aber wenig anfangen und kam nur zu einer Mikro-Chance durch Kaan-Terz. Ansonsten erwies sich dass Spiel der Herner als wenig oberliga-tauglich, ohne damit die Leistung des SVS schmälern zu wollen.

In der 28. Minute kam Smykacz nach einem Freistoß Jan Bachmanns zwischen drei Hernern zum Kopfball. Da Hernes Keeper Alexander Rothkamm im Strafraum umherirrte, rollte der Ball zum 2:0 über die Linie. Die Gäste waren nun sichtlich angeschlagen, während bei den Schermbeckern nun die Spiellust zutage trat.

Nur fünf Minuten später wurde ein Smykacz-Schuss abgeblockt, und Enes Schick erhöhte mit dem Nachschuss auf 3:0. Kurz vor der Pause jagte dann Paul Stieber den Ball aus 25 Metern zum 4:0 in den Winkel.

Hernes Trainer Christian Knappmann, der während der 90 Minuten auffallend ruhig auf seinem Platz saß, ist bekannt dafür, dass er eine Mannschaft zu Aufholjagden motivieren kann. Davon war aber am Sonntag nichts zu sehen. Selbst wenn die Schermbecker es ab und zu etwas ruhiger angehen ließen, standen sie in der Defensive so sicher, dass die Herner nur zu unmotivierten Distanzschüssen kamen.

Nur eine Minute nach seiner Einwechslung hatte Neuzugang Tolga Özdemir seine erste große Szene. Er umspielte zwei Verteidiger und brachte den Ball fast von der Außenlinie aufs Tor. Selbst wenn Danilo Curaba dem Ball den letzten Tick ins eigene Tor gab, geht der Treffer zum 5:0 zu 99 Prozent auf Özdemirs Konto.

Özdemir holte auch den Foulelfmeter heraus, den Michael Smykacz in der 70. Minute an die Unterkante der Latte hämmerte. Doch schon beim nächsten Angriff ließ Özdemir den Herner Keeper aussteigen und vollstreckte zum 6:0. In der Folgezeit vergab das Sturmtalent sogar noch zwei sehr gute Möglichkeiten.

Trotz dieser starken Premiere geht der Verdienst auf das Konto des gesamten Teams. Allerdings warnte Sleiman Salha zurecht, dass der Sieg nicht viel bedeute: „Wir haben immer noch viele Verletzte und müssen erst einmal die Zeit bis zum Oktober überstehen.“

SVS: Hester, Schlüter, Jordan, Zugcic, Özkara (57. Özdemir), Malte Grumann (71. Miles Grumann), Steinrötter, Bachmann, Schick, Smykacz (79. Ofosu-Ayeh), Stieber (76. Pakowski).

Tore: 1:0 Smykacz (4.), 2:0 Smykacz (28.), 3:0 Schick (34.), 4:0 Stieber (43.), 5:0 Curaba (Eigentor, 58.), 6:0 Özdemir (70.).

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