Trainer Christian Martschat (M.) stand für den SV Altendorf auch schon selber auf dem Platz. © Ralf Pieper
Fußball

„Weg vom Schießbuden-Image“: Neustart des SV Altendorf ist geglückt

Der SV Altendorf zog sich in der vergangenen Saison freiwillig aus der Kreisliga A zurück. Das erste Fazit nach dem großen Umbruch im Sommer fällt positiv aus.

Der SV Altendorf hat nach dem Abbruch der letzten Saison einen Neustart gewagt. Nach dem freiwilligen Abstieg aus der Kreisliga A hat Christian Martschat das Traineramt beim SVA übernommen. Seine Bilanz in der B-Kreisliga kann sich bislang sehen lassen.

Die Altendorfer hatten bis Ende Oktober sechs Spiele absolviert. Mit vier Siegen, einem Remis und einer Niederlage steht das Team auf einem sehr guten dritten Platz. Der Coach ist daher zufrieden: „Ich habe acht neue Spieler eingebaut. Das war keine leichte Aufgabe, aber bislang hat es funktioniert.“

Die erste Entscheidung war direkt keine leichte

Vor ihm war Thomas Kreuz zehn Jahre lang Trainer am Gildenweg, sodass es für alle Beteiligten eine große Umstellung war, als Martschat dort seine Zelte aufschlug. Die erste Entscheidung war der freiwillige Rückzug aus der A-Kreisliga: „Die Mannschaft hat in der letzten Saison viele entmutigende Niederlagen einstecken müssen. Wir haben dann beschlossen, dass ein Neuanfang nur in der Kreisliga B möglich ist.“

Bislang haben die Altendorfer gerade einmal fünf Gegentore kassiert. Das freut den neuen Coach: „Wir wollten weg vom Schießbuden-Image. Das haben wir geschafft. Acht geschossene Tore sind zwar nicht die Welt, aber das war mir erst einmal nicht so wichtig.“

Zudem konnte Altendorfs Torjäger Christian Konstanczak nur dreimal spielen. „Das macht schon eine Menge aus“, sagt Martschat. Unter den bisherigen Gegnern waren allerdings auch Spitzenmannschaften wie Hervest und Wulfen, wodurch der dritte Platz, auf dem Altendorf steht, noch einmal aufgewertet wird.

Neben der Neu-Entdeckung des Defensiv-Fußballs sieht der Coach noch einen weiteren Grund für den Erfolg: „Das Team ist sehr gut zusammengewachsen, und die Stimmung sehr gut. Das überträgt sich auch auf die Leistung auf dem Platz.“

Glück im Unglück

Allerdings waren die Altendorfer auch vom Coronavirus betroffen, das Ende Oktober das Spiel gegen den Spitzenreiter Barkenberg verhinderte. Auch der Trainer, Christian Martschat, wurde positiv getestet: „Ich hatte aber Glück im Unglück. Bis auf einige Tage Müdigkeit habe ich keine Symptome gespürt. Jetzt bin ich wieder gesund.“

Die Altendorfer veranstalteten im November eine team-interne Lauf-Challenge, deren Ergebnis den Trainer sehr gefreut hat: „Wir haben mit einem Tracker die Distanzen gemessen. Mit 2453 Kilometern haben wir das Ziel von 2000 deutlich übertroffen.“ Die sportliche Gestaltung des Dezembers überlässt er nun jedem Spieler individuell: „Jeder wird wohl seine Kilometer laufen, doch überprüfen werde ich das nicht.“

Am liebsten wäre ihm natürlich, wenn es im Januar wieder losginge: „Es sieht aber momentan nicht so aus, als sollte das klappen. Anfangs war ich enttäuscht, dass wir eine Liga mit nur 14 Mannschaften hatten. Jetzt könnte das aber durchaus dazu führen, dass wir die Saison immer noch ordentlich beenden könnten.“

Doch auf der anderen Seite will er den Leistungsaspekt nicht so weit in den Vordergrund stellen: „In der Kreisliga B steht man wahrlich nicht unter Erfolgsdruck. Wir nehmen es, wie es kommt, und wenn wir nur eine halbe Saison spielen, geht die Welt davon nicht unter.“

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